Donnerstag, 7. Januar 2010

wahre schönheit geht auch ohne photoshop.


peter lindbergh, stars sans fards, elle france, april 2009 (bilder)

es ist ja nicht so, als ob es zu den bis zur enkenntlichkeit retuschierten zeitschriftencovern keine alternativen geben würde. die natürliche, gerne im gleichen atemzug mit der sogenannten "wahren" schönheit genannt, gab es 2009 auf dem magazinmarkt selbstverständlich ebenfalls zu bestaunen. für die aprilausgabe der französischen elle schaffte es peter lindbergh tatsächlich, acht prominente, gut aussehende, über 30jährige frauen zu einer photoshopresistenten heldinnentat zu überreden - kein make up, keine retusche, nur des fotografen vorteilhafte ausleuchtung sollen für das attraktive ergebnis verantwortlich sein. was wir daraus lernen? um heutzutage auf dem umkämpften zeitschriftenmarkt überstehen zu können, bedarf es ab und an gescheiter marketinggags, die das gegenteil dessen, was den mainstream umtreibt, tun: brigitte und v magazine lassen "normale lehrerinnen" modeln oder setzen hüftpolster in szene und die französische elle versucht es eben zur abwechslung mal mit der natürlichen schönheit. doch das wars dann auch leider schon wieder, denn tatsächlich nehme ich eine solche aktion ungefähr genau so ernst wie ich an das natural beauty - image von nivea und co glaube.

Kommentare:

Edith et les Piafs hat gesagt…

Leider sehr oft nur zur Auflagensteigerung gedacht und selten wirklich so wie es scheint...schöner Blog! grüße

Fr.Jona&son hat gesagt…

wie würdest denn du zeitung machen?
du bringst gerne beispiele aus der hochglanzwelt und kritisierst sie mit freuden- aber wie sieht deine vison einer zeitung/modestrecke/fotografie aus?

Klara hat gesagt…

Naja, aber sehr oft BRAUCHT man Photoshop, sonst werden die Leute sich sehr erschrecken...

blica hat gesagt…

@frau jonason: ich weiss, kritisieren ist immer viel einfacher als es selbst besser zu machen. aber zum glück bin ich ja in erster linie schreibend und darf das (vor allem deshalb, weil ich das gefühl habe, es wird eh zu wenig kritisiert). wenn ich mich allerdings auf der anderen seite befinden würde und ein heft o.ä. produzieren wollte, würde ich am allerliebsten ein unregelmässig erscheinendes versuchskaninchen auf den markt werfen, das in guter alter fanzine-manier nicht in erster linie den regeln des marktes gehorchen müsste.

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