Samstag, 16. Januar 2010

jil sander im portrait.


jil sander portrait (detail bild)/ rineke dijkstra, portrait raf simons (bild)

raf simons wurde ja in der presse gerne als blitzlichtscheuer designer dargestellt, immer wieder war im zusammenhang mit seinem auftreten sogar von scheue die rede. was da dran ist, vermag ich nicht zu beurteilen, doch seit der belgier für jil sander entwirft, muss auch er sein gesicht in die kamera halten - und schon schreibt die welt 2007, seine schüchternheit habe sich in freundliche zurückhaltung gewandelt. na, interessant. und da raf ja bekanntlich sehr kunstaffin ist, werden seine portraitfotos besonders schlicht-schön von der befreundeten niederländischen künstlerin rineke dijkstra inszeniert. die ist ja wiederum praktischerweise für ihre unprätentiösen portraitserien bekannt. und da ich ja an dieser stelle ja immer gerne vergleiche, muss diesmal das bekannte jil sander-portrait herhalten, von dem ich nicht einmal weiß, wer das fotografiert hat. allerdings kann ich recht eindeutig sagen, dass mich das kuschelig blondgesträhnte jil sander-gesicht, das da aus dem schwarz auftaucht, nicht wirklich überzeugt- das ist mir einfach ein wenig zu viel der perwoll-ästhetik.

Kommentare:

Mary hat gesagt…

ich habe ihn einmal live gesehen, er ist wirklich nicht "out there". aber das ist ja das sympathische, immer wieder - das genie, das sozial unvermögend ist. vielleicht ein ebenso plakatives image wie das des zampano karl?

blica hat gesagt…

ich gebe dir recht, halte das auch für ein immer wieder gerne recht unreflektiert gebrauchtes image, denn: ich werde als ausschliesslich schüchternes wesen sicher nicht jil sander-chefdesigner.

Mary hat gesagt…

wobei ich hier auch gutgläubig bin und denke, der ist in anbetracht von kameras und scheinwerfern eben so - der kann gar nicht anders - wenn er vor einem kleinen fachpublikum steht und die kollektion schützend im rücken hat, ist er bestimmt ganz anders.

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