Dienstag, 30. November 2010

südseephantasien, die zweite.








paul_gauguin, woman holding a fruit, 1893 (bild)/ peter_lindbergh, paul gauguin story, jamaica (naomi campbell), harpers bazaar, 1992 (bilder)/ paul gauguin, the spirit of the death keep watch, 1892 (bild)

gauguin`s südseephantasien, die zweite: melodie monrose ist nicht die erste, die einem -wenn auch bisher verbalen- vergleich mit den frauendarstellungen eines paul gauguin stand halten muss. naomi campbell durfte 1992 für peter lindbergh auf jamaica mit blüten im haar die "schöne exotin" geben. da muss ich doch sagen: lieber herr lindbergh, angesichts einer solch schulbuchhaften wie platten wiederholung 100 jahre alter exotismen fehlen mir mal wieder die worte.

Kommentare:

Lynn and Horst hat gesagt…

wo haben die nur die decke aufgetrieben?

blica hat gesagt…

gute frage. ich würde mal auf eine perfekte reproduktion des gauguin-musters tippen...

Muyserin hat gesagt…

Die Exotismen waren ja schon bei Gauguin nicht mehr taufrisch. –

Wie ich aber neulich bei dem lesenswerten Beitrag "In the nomad style" (der Steven Meisels Mongolien-Fantasien kritisch reflektiert) in den Kommentaren anmerkte: man kann als Mensch der Postmoderne zwar sehr wohl hinter die Fassade dieses ganzen Fake-Ethno-Bullshit blicken; die Tatsache bleibt aber bestehen, dass diese ausgelutschten Inszenierungen immer wieder mit schönen Details wie eben jener Decke bestechen. Man lässt sich von dieser Ästhetik nur allzu gerne korrumpieren.

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