Dienstag, 18. Mai 2010

mir ham oft gefluacht!


oberösterreichische kopftuchtracht, peter fendi, "linzerin" mit kopftuch in linzer tracht, 1827 (bilder abfotografiert aus: lipp, franz carl, goldhaube und kopftuch, 1980)

auch wenn ich gerade gefahr laufe, mich hier ins quotentief zu katapultieren: auch die tracht war nicht vor dem kopftuch gefeit. so setzte sich mitte des 19. jahrhunderts in oberösterreich das schwarze seidentaftkopftuch als moderne alternative zu den zuvor gebräuchlichen bunten kopftüchern und die goldhaube durch und die anzahl der teilweise komplizierten bindetechniken (mir ham oft gefluacht!) schien schier unüberschaubar: Man gewinnt vorerst den Eindruck, daß es so viele Kopftücher im Land wie Gemeinden gibt, schreibt herr lipp, der in seinem buch goldhaube und kopftuch dann doch noch system in die regionalen tragevarianten des stoffstückes bringt, aber auch klar macht: ganz schön vertrackt, die sache mit dem kopftuch.

Kommentare:

michaela hat gesagt…

da gab's auch eine sehr eigenartige bindeform, die aussah wie engelsflügel am kopf, aber halt in schwarz. hab ich öfters auf alten fotos meiner vorfahren aus dem hausruckviertel gesehen. muss so um 1900 schick gewesen sein...

blica hat gesagt…

ich hab gerade mal nachgeschaut: das könnte hinhauen mit den engelsflügeln, habe soeben die tragevariante zum bezirk vöcklabruck/hausruckviertel gefunden: großer und kleiner mittelzipf plus zwei flügel!

SpiegelEule hat gesagt…

ich finde es sehr schön, dass du dich immer wieder einem thema von all seinen seiten und mit einer erfrischenden beständigkeit betrachtest. also lass die quoten mal quoten sein und schreib weiter so schöne und außergewöhnliche themen. bin begeistert!

Chanel hat gesagt…

ich hab gerade mal nachgeschaut: das könnte hinhauen mit den engelsflügeln, habe soeben die tragevariante zum bezirk vöcklabruck/hausruckviertel gefunden: großer und kleiner mittelzipf plus zwei flügel

blica hat gesagt…

@spiegeleule: dankeschön...

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