Sonntag, 25. Juli 2010

selbstvermarktung de luxe.


julia stoschek (bild max von gumppenberg und patrick bienert/colorstorm)/ gunnar hämmerle (bild styleclicker & condé nast, 29. August 2008, styleclicker city © gunnar hämmerle)

weil die beiden doch so ein schönes paar sind und um die gedankengänge meiner beiden letzten posts zusammenzubringen - darf ich abermals vorstellen: kunstmäzenin julia im bereits besprochenen feinripp und der trendbewusste streetfashionfotograf gunnar hämmerle, der konsequenterweise auf einem poster mit dem eigenen konterfei für seine ausstellung wirbt. was wir aus diesen beispielen erfolgreicher selbstvermarktung lernen können? sicher nicht, dass ein hütchen auf dem haupt besonders kleidsam ist. dann doch vielmehr, dass ein wenig selbstinszenierung noch keinem geschadet hat. oder anders formuliert: das modell martin margiela scheint mir ausgedient zu haben. margiela pflegte ja bekannterweise den mir sehr sympathischen ansatz, hinter seinem tun für die öffentlichkeit zu verschwinden - wenn auch diese herangehensweise unsympathischerweise zu stark mystifiziert wurde. das ende der geschichte kennen wir bereits: margiela hat sich mittlerweile zumindest für die modewelt in luft aufgelöst - und selbst einst als schüchtern geltende modemacher wie raf simons gaben dem öffentlichen bedürfnis nach bildern hinter dem label jil sander nach. ob das verschwinden visuellen understatements auch was mit den in horden auftretenden streetfashionpaparazzi zu tun hat? wäre nur mal so eine idee.

Kommentare:

Nina hat gesagt…

Ich habe in einem Interview (weiß leider nicht mehr welches) mit Hämmerle gelesen, dass er selbst auf dem Poster ist, weil er von den Fotografierten nur ein Modelrelease für Styleclicker hat und sich so rechtlich absichern wollte, dass niemand auf dem Foto ist, der damit vielleicht nicht einverstanden ist.

blica hat gesagt…

danke für den hinweis!

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