Samstag, 31. Oktober 2009

köpfe und kolumnen.


herr hilpold im anzug. (bildausschnitte/bild : christoph pirnbacher)

als bloggerin lese ich natürlich gerne blogs, auch wenn ich mich dabei ertappe, immer wieder dieselben zu verfolgen, statt öfter wieder mal auf entdeckungstour durch netz zu ziehen - denn das geht zwar nicht ins geld wie der kauf diverser lifestylemagazine, frisst aber immer wieder sehr viel zeit. denn: hängenbleiben geht immer. aber mal davon abgesehen: eine gewisse routine gehört wahrscheinlich zum medienkonsum dazu, so wie ich einigen klassischen printmedien trotz informationsquelle internet nach wie vor seit jahren die treue halte. die printmedien wiederum werfen blogs zwar gerne unseriosität und unprofessionalität vor, doch interessanterweise setzen die print-platzhirsche zunehmend wieder auf köpfe und kolumnen und machen damit im grunde das, was blogs in den letzten jahren so populär werden liess - persönliches kommentieren. beispiel: der standard aus österreich. hier schreibt redakteur stephan hilpold seit mitte september für seine kolumne hilpold im anzug eben nicht als unsichtbarer redakteur, sondern so richtig mit bild. und ich gebe ja zu, da schaue auch ich hin und lese mit interesse mit, finde jedoch schade, dass die leserInnenschaft sich scheinbar immer nur dann, wenn es um magermodels und vergleichbare aufschrei-themen geht, zum online-aufschrei bemüssigt fühlt. da habe ich mir von der standard-leserInnenschaft doch ein wenig mehr ernsthafte beiträge erwartet. doch was mich eigentlich interessiert: wie seht ihr das mit den "grossen" und uns blogs? ich würde mich mal wieder freuen über diskussionsbeiträge!

Kommentare:

michaela hat gesagt…

hm, jetzt bin ich nicht sicher, ob ich verstehe, was genau du meinst mit "den grossen" und "uns blogs" -- falls das wieder in richtung blogs vs print gehen soll, kann ich nur mit Tavi antworten:

"I'm tired of the blogs vs. magazines debate because they are good for different things and each one has a different goal...." ;-)

blica hat gesagt…

nee, nicht so wirklich die alte leier- fand nur erwähnenswert, dass die bloggerei ev. auch einfluss aufs print (bzw. deren online-auftritte) hat...vielleicht etwas unglücklich formuliert.

daniel_k hat gesagt…

blogs im print: einerseits als thema ja der neue dauerbrenner, etwa blog-digests als eigene rubriken in magazinen &c.

und beim standard ist es wohl einfach so - und gar nicht so übel gelöst, finde ich - dass, weil im hauptblatt üblicherweise für mode nicht so viel platz ist, diese online-kolumne als eine art entschleunigter redakteurs-blog entstanden ist. eigentlich eine nicht so dumme vorgangsweise.

ob das aber direkt vom bloggen kommt (fraglos ein einfluss, ein möglicher), oder der print aus platz- und imagegründen ausweicht, ist, weil das format als online-kolumne, hybrid angelegt ist, nicht so einfach zu entscheiden. oder?

mahret hat gesagt…

Ich kommentiere hier: http://modebeitrag.de/?p=118
Meinem jungen neuen Nebenprojekt...

tinka hat gesagt…

hmm, das ist jetzt nicht direkt zum thema, aber: du hast recht, hängenbleiben geht immer. ist mir gerade mit deinem blog passiert (auf der suche nach neuem) und ich dachte mir, das darfst du ruhig wissen. ich komme bestimmt wieder!

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