Mittwoch, 13. Juli 2011

das semitransparente hemdchenheer.

collagenschnipsel skulptur von katsura funakoshi, raum mit wind, 1992 und modestrecke À nous les petites Francaises, elina kechicheva & jennifer eymère, jalouse, september 2006.

schon länger liegt mir das bis zum obersten knopf geschlossene (seiden)hemd, das bereits seit einigen saisons in den kleiderschrank junger modebewusster menschen gehört und vom vermeintlich avantgardistischen nachwuchsdesigner bis zur modekette allzu willig neu interpretiert wird, im magen. da passt es ja nur allzu gut, dass mir beim durchblättern meines zeitschriftenbestandes eine skulptur des japanischen bildhauers katsura funakoshi in die hände geraten ist. der war 1992 documenta-teilnehmer und muss jetzt einfach als bebilderung des anhaltenden hemdenhypes mal herhalten: die einen schlagen vor, die zugeknöpfte oberbekleidung zu sexy mini-shorts zu tragen. und damit das ganze dennoch nicht zu ernsthaft, seriös oder gar altbacken daher kommt, ganz wichtig: transparenz am oberkörper! nicht selten schimmert ein körpernahes unterhemdchen lässig durch das semitransparente blüschen - es geht schließlich auch darum, das beherrschen des lässigen zwiebellooks zu demonstrieren. und sonst? in berlin hatten auffällig viele designerInnen für den kommenden sommer das hemdchen im programm, verschafften sich aber zunehmend luft: das designerduo perret schaad knöpft die ersten knöpfe der durchsichtige blusen auf, hien le ebenfalls. es besteht also hoffnung, dass das halsabschnürende oberhemd demnächst wieder etwas lockerer angegangen wird.

Kommentare:

a l m a | a l m a hat gesagt…

ich bevorzuge ebenfalls die variante "aufgeköpft" -
bis oben zugeschnürt gefällt mir einfach nicht...

Diana hat gesagt…

hallo blica,

mit welchem programm machst du immer deine collagen? ich würde mich über eine antwort freuen,

dankeschön

blica hat gesagt…

@diana, ich bastele und klebe händisch und scanne dann ein - ganz altmodisch!

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