Donnerstag, 20. Oktober 2011

reizend!

bill_cunningham in den 1980ern (bild)/ ...und 1984, fotografiert von arthur elgort (bild)

bill cunningham, der langgediente fotograf der new york times, ist eine seltene spezie im modebusiness und wahrlich das gegenteil eines scott schuman: bescheiden, wenig eitel und unbestechlich, wie carmen böker in der aktuellen spex in ihrer besprechung des dokumentarfilms bill cunningham new york erläutert: Bill Cunningham sagt, er tränke niemals auch nur ein Glas Wasser, wenn er eingeladen ist. Kein "wining and dining" für ihn, sonst könnte er nicht objektiv sein. Würde er nicht immer auf der Suche nach dem nächsten Bild davonradeln, säße er mit den Reichen und Schönen zu Tisch: bei der Feier zum hundertsten Geburtstag der inzwischen verblichenen Brooke Astor oder bei der Costume Gala im Metropolitan Museum, der vielleicht glanzvollsten Gala in New York. Er bleibt bei seinem täglichen Standard, einem Muffin mit Würstchen und Schinken und Kaffee für zusammen drei Dollar. sowas ist reizend und bemerkenswert und ja, ich freue mich schon sehr auf die doku bill cunningham new york.  

Kommentare:

Susanne hat gesagt…

ein bisschen verrückt ist er glaube ich auch, aber von der guten sorte…

Rene Schaller hat gesagt…

verschroben klingt besser als verrückt, aber im grunde stimmts :-)

ja, der schuman geht zumindest mir mittlerweile auf die nerven, weil die in seinen augen leuchtenden dollarzeichen mittlerweile jedes bild bestimmen.
bill cunningham war übrigens auch mal hutmacher, und sogar wohl ein ziemlich guter.

blica hat gesagt…

@susanne ;-)

@rené, na, dann passt ja die bebilderung, bill cunningham scheint noch immer was für kopfbedeckungen übrig zu haben.

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