Montag, 5. September 2011

hello & goodbye.

launch_des webmagazins rookie (bild tavi gevinson)/ jessica weiß verlässt lesmads (bild lesmads)

über mangelnde neuigkeiten kann sich die modeblogsphäre diese tage nicht beklagen: während tavi heute rookie, ihre website für teenage girls, gelauncht hat, scheinen sich die deutschsprachigen modeblogformate in eine andere richtung zu entwickeln. gestern abend verkündete jessica weiß, der nach dem weggang julia knolles verbliebene part bei lesmads, das ende ihres daseins als mademoiselle für das burda-format. die nachricht schlug wellen und zeigt, was sich in den letzten jahren getan hat: ein internettagebuch zu führen, gehört für viele modebegeisterte mädchen zum guten ton und das erfolgmodell lesmads ist im deutschsprachigen raum sicher nicht ganz unschuldig daran. julia knolle erinnert sich im sommer 2010 anlässlich ihres abschieds an ihre anfänge: Unser ruhiges Leben in Köln tauschten Jessie und ich gegen ein Chaos ein, das wir schnell liebgewonnen haben: Modenschauen, Interviews, Reisen zu unzähligen Events und viele, viele Nachtschichten zeigten uns eine neue Welt, in der wir uns früher oder später sehr wohl fühlen sollten. bald darauf veröffentlichten die beiden das buch modestrecke. das klingt traumhaft und ansteckend und weckt hoffnungen: statt praktikas in endlosschleife zu absolvieren und in moderedaktionen klinken zu putzen, gründe ich doch gleich mein eigenes blog (und verdiene auch noch geld damit)!  viele haben das getan, wahre modebloggründerwellen fluteten das netz. allerdings machen das noch immer die wenigsten hauptberuflich und gegen bezahlung - umso schillernder das lesmads-format, das irgendwie wie der großgewordene kleinmädchentraum klang, immer wieder aber auch  für diskussionsstoff sorgte: wie weit ist es in kommerziellen blogs her mit der redaktionellen freiheit? wurde nicht selten gefragt. internationale bloggrößen wie tavi, susanna lau oder bryanboy agieren hingegen mittlerweile als selbstständige unternehmerInnen und sind quasi abhängig von unternehmenskooperationen - ein modell, das im deutschsprachigen raum nicht so ganz aufzugehen scheint. eines aber haben diese wie jene formate gemein: bloggerInnen funktionieren mittlerweile als role models und setzen als quasi-vertraute hier und da auch emotionen frei.  laura zum beispiel kommentiert den weggang von jessie auf lesmads: Dein Abschied macht mich sehr traurig. Als Leser der ersten Stunde war auch deine Person für mich immer ein Grund LesMads die Treue zu halten. auch ich habe die entwicklung der lesmademoiselles als konstanten bestandteil der modeblogsphäre über die jahre hinweg interessiert verfolgt, sicherlich auch, weil ich 2008 mein eigenes blog gegründet habe. blica ist natürlich ganz was anderes,  man könnte es auch ein nischenformat nennen, das irgendwie nicht totzukriegen ist. auch mit lesmads wird es weitergehen - mit katja von bees and balloons und ich werde weiterhin ein auge drauf haben, was da so passiert bei lesmads,  dem interview magazin und der vogue online. veränderungen können ja bekanntermaßen auch spannend sein, denn ich gebe jessie recht: stillstand ist einfach nix.    

Kommentare:

smilla hat gesagt…

danke, einfach mal wieder, dass du das alles machst hier! danke, danke! Lang lebe deine Nische!

blica hat gesagt…

da kann ich jetzt wieder mal nur so antworten: :-) danke!

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