Mittwoch, 22. September 2010

lokalkolorit.

heute abend beginnt die mq vienna fashion week, die ich mir zumindest stückweise zu gemüte führen werde. und aus alter verbundenheit noch eben der verweis auf die erste morgige aftershow party in der fluc wanne (wup wup label präsentation).

Dienstag, 21. September 2010

keramik am hals.


marion vidal, keramikschmuck (bilder maryam nassir zadeh)

für keramik habe ich eine besondere schwäche. deshalb hat es mir der halsschmuck von marion vidal auch so besonders angetan: wunderbar, nur leider nichts für meinen geldbeutel, eher was zum selber nachmachen.

mal wieder ein kate moss-design.


david sims, kate moss für longchamp, fw 2010 (bild)/ kate moss für longchamp im another magazine (abfotografiert)

kate moss` kollektionen für topshop, die ja bekannterweise demnächst auslaufen werden, habe ich mir schon lang nicht mehr zugemutet- ihre taschen für longchamp dann aber doch. die sind nämlich gar nicht so übel und die vom another magazine zum lieblingsstück erklärte miniversion würde mir auch gefallen. der designprozess von frau moss beläuft sich allerdings ähnlich wie bei topshop auf inspirationen aus dem eigenen kleiderschrank: I had a couple of vintage bags from the ’70s that I picked up in second-hand shops in Florence and Marrakech gibt sie zu protokoll. eines dieser taschenfundstücke im patchworkdesign diente dann als vorlage für das longchamp-modell. ach ja, so macht designen spass!

sie sehen aber gut aus, frau huppert.


isabelle huppert in die spitzenklöpplerin, 1978 (bild)

da bedarf es keiner allzu vielen worte. frau huppert -oder vielmehr die filmausstatterin- hat hier vor 22 jahren modisch einfach alles richtig gemacht: schlicht und schön und lässig und ohne viele gerüsche. und wer jetzt behauptet, bei weissen blusen könne frau nichts falsch machen, dem sei erwidert: da kann viel mehr in die hose gehen, als einem lieb ist.

Montag, 20. September 2010

auf zu neuen silhouetten!


h&m fw 2010 (screenshot)/ acne ss 2011 (bild style.com)

dieser bildvergleich tut in den augen weh, soll er aber auch. wir sehen links die aktuelle h&m-silhouette, die sich unabhängig vom schwedischen moderiesen bereits als gängiger weiblicher fußgängerzonenlook flächendeckend durchgesetzt hat: flatterkleidchen oder offener cardigan werden über leggings oder röhrenhosen plus eben jetzt so langsam wieder auftauchende stiefel getragen. darüber ein legerer parka- fertig ist das weibliche unter-35-durchschnittsoutfit im herbstwinter 2010. dem gegenübergestellt meine momentane lieblingsvision des ebenfalls schwedischen labels acne für das kommende frühjahr: schmaler knöchellanger rock, darüber ein überlanger pullover - ob sich das wohl durchsetzen wird?

Samstag, 18. September 2010

wiener klatsch und tratsch.

samstag ist bei mir in der regel kaffeehaustag, denn da lässt sich im café meines vertrauens nebenbei ganz wunderbar die gesamte bandbreite an deutschsprachigen zeitungen und magazinen durcharbeiten - und manchmal fällt eben auch ein interessantes häppchen für mein modeblog ab. so zum beispiel folgende geschichte, die wahrscheinlich am ehesten für die ortsansässigen von interesse ist. im österreichischen society-magazin seitenblicke verkündet nämlich tina seher-fürnkranz, mir bisher unbekannter spross aus dem hause fürnkranz, einen -oha- concept store im ersten bezirk zu eröffnen. der soll auf den hübschen namen fürn hören und demnächst mal eröffnen. nun bin ich wahrscheinlich die letzte, die davon erfährt. deshalb und weil ich bereits das schlimmste befürchte, meine frage an die ortskundige modeaffine leserInnenschaft: weiss da wer mehr und kann mir was über das konzept des concept-stores verraten?

trachtenschickimicki.


trachtenspezial anlässlich des oktoberfestes in münchen, bunte nr 38, september 2010.

vor einigen tagen ging es hier um den österreichischen trachtenwahlkampf in der steiermark, gerade eben bin ich in der bunten über ein trachtenspezial anlässlich des oktoberfests gestolpert: der münchner wiesn` society-nachwuchs durfte die champagnerkorken knallen lassen und das machen, was er augenscheinlich bereits sehr gut kann - sich in pradakleidchen und lederhosen in szene setzen. mich grausts alljährlich, wenn ich die auf sexy getrimmten trachtenverschnitte erblicke, aber nun denn: die bunte-leserInnenschaft wird eine freud` dran haben.

auslaufmodell.


umkleidekabine, h&m wien.

als regelmässige leserin diverser modeblogs kann ich mich der vermutung nicht erwehren: die umkleidekabine hat als fotolocation ausgedient: mit schlechten blitzlichtbildern lässt sich wohl niemand mehr hinter dem ofen hervorlocken. wie seht ihr das so, trügt mich mein gefühl oder könnte da was dran sein?

Freitag, 17. September 2010

anprobe.



schmuckanprobe bei sabine deller, die silbrig beschichteten holzreifen habens mir besonders angetan.

* sabine deller, rainergasse 14, 1040 wien.

Donnerstag, 16. September 2010

unnötiges wissen, die zweite.


comptoir des cotonniers (louise und sylvie ebel), fw 2010 (bild)

dank der aktuellen mutter-tochter-kampagne von comptoir des cotonniers mal wieder neues erfahren: louise ebel, die uns unter ihrem pseudonym miss pandora wohlbekannte rothaarige bloggerin, hat eine mama, die in der mode mehr als zu hause ist: sylvie ebel leitet das institut francais de la mode (ifm) in paris. tja, bloggen bildet, kann ich nur immer wieder sagen.

von schuhen und installationen.




sylvie fleury, prada shoes, 1998 (bild thaddaeus ropac)/ prada schuhe von 1998 (bilder das neue schwarz) / sylvie fleury, white gold, 2010 (bild thaddaeus ropac)

hussein chalayan wird im modebusiness als künstler gehandelt, sylvie fleury wurde im kunstkosmos das label der modeexpertin aufgedrückt. während das künstlerprädikat bei chalayan jedoch stets als auszeichnung galt, haftete fleury`s skulpturen aus shoppingtüten und pradaschuhen gerne der ruch des kommerziellen an. besonders wohlmeinende stimmen interpretierten fleury`s einkaufstüteninstallationen als kritische statements, was fleury als grosses missverständnis bezeichnet: Viele meiner Werke handeln von Mode und Konsum, aber wer dem nachgibt, ist deswegen noch lange kein schlechter Mensch. In meiner eigenen Utopie kann jeder tun und lassen, was er möchte. im gleichen atemzug erklärt die schweizerin: Viele glauben, ich sei eine Art Expertin, weil ich für meine Kunst so viel mit Mode gearbeitet habe, aber ich weiß nicht, was gerade vor sich geht. Die Modefirmen sind zu Imperien geworden, die uns die Sicht auf junge Designer versperren. Vieles findet im Internet statt, aber davon weiß ich nichts. nun denn, nicht so tragisch, dafür gibts ja jetzt die modebloggerInnen. und wer sich seine eigene fleury-installation zu hause aufbauen möchte, kaufe mal eben bei das neue schwarz ein, da gibts das zwölf jahre alte pradaschuhmodell für 129 euro. wer hingegen echte fleury`s bewundern will, stecke mal die nase bei thaddaeus ropac in salzburg rein.

Mittwoch, 15. September 2010

célinemanie.


the gentlewoman, inez van lamsweerde , no 2, fw 2010 (bild)/ the gentlewoman, phoebe philo, no 1 (bild)

sally singer
, editor des t-magazines (style magazin/ new york times) schrieb vor einigen tagen anlässlich der aktuellen schauen in new york:

As the New York spring collections began, just five days ago, the main question on the minds of fashion editors was how much Céline would there be on the catwalks.


interessant, was designerin phoebe philo da scheinbar in der modewelt angerichtet hat.

*
soeben ist übrigens die zweite ausgabe des formidablen magazins the gentlewoman mit der bärtigen inez van lamsweerde à la eleanor antin`s the king erschienen - am cover subtilerweise in einer blusen-/ hosenkombination des labels chloé, dem phoebe philo ebenfalls einen zeitgeistigen status verschaffte.

exklusive abschottung.

das war ja zu erwarten: sobald die mode für krethi und plethi zugänglich wird, beginnen sich elitäre modezirkel abzuschotten. den anfang machte tom ford, der gerade mal um die 100 gäste an der präsentation seiner sommerkollektion 2011 teilhaben liess. der einzige zugelassene fotograf war terry richardson, bilder und showvideo können im dezember auf fords website gesichtet werden, die kleidung wird anfang 2011 hochpreisig in des designers männerboutiquen verkauft werden. und wie erklärt uns tom ford denn nun seine - nunja, verweigerungshaltung? I want fashion to be fun again, like it was in the ’60s. You couldn’t wait to get the clothes and put them on, and I think we’ve lost that. ahja. einige bilder sickerten dann doch durch, vermutet wird ausserdem, dass die kollektionsbebilderung exklusiv einer von tom ford editierten dezember/januar-ausgabe der vogue paris vorbehalten sein wird.

der kriegt sie alle.




bryan boy hat mit h&m ein richtig schön schiaches video gedreht (screenshots video)

dieser bryan boy kriegt sie irgendwie alle. neuester clou: ein h&m-video, in dem bryan grey-yambao die herbst/winter-kollektion des schwedischen kleiderriesen einem weiblichen und einem männlichen model darreichen darf. das ganze nennt sich stylingsession, worin der kreative akt besteht, boyfriendblazer und beige farbensembles vom bügel zu heben und zu einem outfit zusammenzustellen, möchte ich einfach mal unkommentiert lassen. als abgeklärte konsumentInnen wissen wir ja letztlich, worum es bei einer solchen geschichte geht: bryan boy-fans wie meineeine dürfen die werbetrommel rühren für den h&m-trend 2010. der hinkt allerdings mit der nachahmung des chloé-capes aus dem winter 2009 tüchtig hinterher, was sich dann allerdings auch schon wieder wunderbar mit dem türkisfarbenen sonnenbrillenmonster auf bryans kopf macht. das würde ich ihm nämlich am allerliebsten direkt vom haupte reissen. genauso überflüssig übrigens auch die h&m-showroom-requisite, die mich für die dauer des videos förmlich nach white cube lechzen lässt. und nochmal zusammengefasst: liebe freunde aus der h&m-marketingabteilung, das nächste mal bitte alles etwas appetitanregender!

Dienstag, 14. September 2010

von kleidern und bildern.


fesch, fesch: hussein chalayan im gespräch mit greg hilty, curatorial director, anlässlich der eröffnung seiner ausstellung i am sad leyla (üzgünüm leyla) in der lisson gallery, anfang september 2010 (screenshot)

vor kurzem gab hussein chalayan, der vorzeigekünstler unter den modedesignern, gegenüber dem kunstmagazin monopol folgende, doch recht interessante sichtweise hinsichtlich des immer mal wieder diskutierten verhältnisses von mode und kunst zu protokoll:
Die meisten Designer, die in Galerien oder Museen ausstellen, sagen, dass Kunst größere Freiheiten erlaube.
Das tut sie nicht. Im Gegenteil empfinde ich die Kunstwelt als sehr traditionell und verstockt: Sie glaubt immer noch, dass nur nicht industrielle Produkte Kunst sein können, das ist sehr altmodisch, zumal die Kunst ja selbst vielfältig in die Industrie verstrickt ist.

Hatten Sie anfangs Angst vor der Kunstwelt?
Ich dachte immer, dort wird kritischer gedacht. Und dass es nicht so cliquenhaft zugehe. Beides war ein Irrtum: Es gibt dort auch Gruppen, die den Ton angeben, und die gleichen Machtspiele wie in der Modewelt. Auch wenn es naiv klingt: Wo immer der Markt reinkommt, kommt die Langeweile - egal ob wir von Kleidern oder Bildern sprechen.
tja, was sagt ihr dazu?
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