Dienstag, 30. November 2010

südseephantasien, die zweite.








paul_gauguin, woman holding a fruit, 1893 (bild)/ peter_lindbergh, paul gauguin story, jamaica (naomi campbell), harpers bazaar, 1992 (bilder)/ paul gauguin, the spirit of the death keep watch, 1892 (bild)

gauguin`s südseephantasien, die zweite: melodie monrose ist nicht die erste, die einem -wenn auch bisher verbalen- vergleich mit den frauendarstellungen eines paul gauguin stand halten muss. naomi campbell durfte 1992 für peter lindbergh auf jamaica mit blüten im haar die "schöne exotin" geben. da muss ich doch sagen: lieber herr lindbergh, angesichts einer solch schulbuchhaften wie platten wiederholung 100 jahre alter exotismen fehlen mir mal wieder die worte.

Montag, 29. November 2010

ein neuer stern am modelhimmel.

melodie_monrose lief während der sommermodeschauen unter anderem für missoni, prada, costume national, marc jacobs (bilder style.com)

seit den sommermodeschauen ist melodie monrose sowas wie der aufgehende star im modeluniversum: 19 schauen lief die 18jährige, die in den zuletzt zahlreich erschienenen artikeln mal als martinique beauty oder als caribbean cutie, portraitiert wird, zuletzt in new york. das alles wohlgemerkt vor dem hintergrund, dass der prozentsatz an black models während der letzten fashionshows bei genau 8,4% lag. das kommentar, melodie monrose sehe aus, als sei sie einem gauguin-kunstwerk entsprungen, hätte man sich allerdings sparen können - schliesslich wollen wir doch 2010 nicht mehr in die südsee-exotismus-falle eines paul gauguin tappen.         

Sonntag, 28. November 2010

tantenrock.

überknielange röcke, hier von asos (bilder)

 ich trage rock schon seit einiger zeit leidenschaftlich gerne überknielang. nun könnte man natürlich angesichts knöchellanger flatterfetzen oder ausladender telleroptik einwenden: diese silhouetten stauchen und kommen, zumal mit flachen schuhen, ziemlich tantig daher. ich kann dem gerade nicht zustimmen, aber vielleicht reisst mir ja in dieser hinsicht jemand die rosa brille von der nase. also, was meint ihr: temporäre geschmacksverirrung oder doch nicht so daneben?   

mein wochenende als couch-potato.

romy_schneider in: claude chabrol, les innocents aux mains sales/ die unschuldigen mit den schmutzigen händen, 1974 (bild)

romy schneider 121 minuten lang in yves saint laurent - wer mit dem kaftan- und turbanchic des 70er jahre-yves saint laurent etwas anfangen kann, dem empfehle ich allerwärmstens claude chabrols brillanten psychothriller. fast jeder szene ist ein kleidungswechsel der frau schneider vorbehalten: vom kaftan ins abendkleid und dann in die schluppenbluse - und dennoch ist der film so viel mehr als eine billige klamotte. denn während mich die ausstattungskünste des herrn lagerfeld für chabrol weniger überzeugt haben, ist yves saint laurents garderobe perfekt auf das saint-tropez ambiente und die weibliche protagonistin julie zugeschnitten. zu verdanken ist das sicherlich auch der tollen romy schneider, die als unberechenbare femme fatale einmal mehr ihre süssliche sissi-vergangenheit komplett vergessen lässt. ebenfalls als sofakompatible wochenendtätigkeit bestens geeignet!

in eigener sache.



mike_figgis für h&m, lagerfeld für chanel, ruth hogben für gareth pugh oder kenneth anger für missoni - videos werden in modekampagnen schon seit einiger zeit als allzweckwaffe eingesetzt. ich habe mir die sache für das de:bug mal genauer angeschaut. nachzulesen in der aktuellen dezemberausgabe.

Freitag, 26. November 2010

danke!

ein_bruchteil der kommentarflut auf the sartorialist.blogspot.com anlässlich schumans` posts vom 22. november 2010

auch auf die gefahr hin, mich zu wiederholen: kommentare sind für bloggerInnen wie meineeine ganz was tolles: sie spiegeln die teilnahme der leserInnenschaft wieder und bringen manchmal sogar diskussionen in gang. und ganz nebenbei motivieren sie immer wieder zum weitermachen. scott schuman würde für meine kommentardichte hier zwar wahrscheinlich nur ein müdes lächeln übrig haben, doch nachdem ich mir soeben wieder einmal die mühe gemacht habe, auf schumans` blog kommentierungen à la pictures near the Seine are always so romantic! durchzuackern, muss ich in einem anflug von sentimentalität loswerden: liebe leserInnen hier, ihr seid super. zwar lässt die ausrichtung meines blogs ein love this outfit!- kommentar ja eher weniger zu, aber dennoch: ohne euch und eure teilnahme wäre das hier nichts - punkt. und jetzt schluss mit den sentimentalitäten, weiter gehts` im tagesgeschäft.   

sie sehen aber gut aus, frau rampling.

willy_vanderperre, charlotte rampling in couture, v magazine # 68, the who cares about age issue (bilder)

draussen schweinekalt, jeder schritt raus eine überwindung. da heisst es dann entweder: ganz warm einpacken oder auf sofakompatible wochenendtätigkeiten zurückgreifen. und was böte sich da mehr als ein bequemer modemagazintest an? wer jetzt denkt, ich meinte damit meine noch immer ausstehende fräulein-kritik, liegt knapp daneben. das magazin will einfach nicht zu mir nach wien, also wende ich mich eben anderen produkten zu. gesprächsstoff bietet in der hinsicht ja wieder einmal das v magazine, das anfang des jahres mit seiner size-issue den richtigen riecher für das kurventhema hatte und sich nun mit der who cares about age issue des nächsten tabuthemas "alter" annimmt. ist zwar ein wenig platt, könnte man sagen, doch angesichts der vorherrschenden inhaltslosigkeit des modemagazinmarktes sicher mehr als ein kurzes durchblättern wert. die tolle bilderstrecke mit der bekanntermassen tollen charlotte rampling verspricht zumindest optisch einiges - noch bin ich also guten mutes und freue mich auf meine schicke sofalektüre. nun aber die obligatorische frage in die runde: welche magazine sind euch aktuell eine empfehlung wert?         

die ruhe nach dem sturm.



lanvin_für h&m, bloggerInnenkooperation.

die ruhe nach dem lanvinsturm durch die h&m-filialen, blogs und magazine ist eingekehrt, ein kurzer rückblick auf die kooperation sei mir dennoch erlaubt: die rolle der bloggerInnen, die als patInnen für die versteigerung von cocktailkleidchen und alber-elbaz-skizzen eingesetzt wurden, ist mir nämlich noch ein wenig rätselhaft. eines aber ist klar: populäre fashionbloggerInnen wurden in diesem fall zum unabdingbaren, clever eingesetzten bestandteil einer h&m-marketingkampagne, die sich gewaschen hat. die mir bekannten fakten: anlässlich einer finalen modeschau wenige tage vor verkauf der kollektion wurden neben modemenschen und promis unter anderem 24 bloggerInnen nach new york eingeflogen, um eine anständige webpräsenz zu gewährleisten. hierbei entstanden neben den obligatorischen knippsereien und berichten der zu diesem zeitpunkt bereits zu tode bebilderten kollektion hotelzimmerfilmchen von bryan boy oder susie bubble - nebenbei posteten alle eingeladenen ihre exclusively supported by - looks, um selbstverständlich etwas gutes zu tun und das all for children-projekt von h&m zu unterstützen. dass die bisher angesammelten spendensummen vor dem hintergrund des betriebenen marketingaufwandes mehr als lächerlich erscheinen, ist die erwähnung eigentlich nicht wert. der zuverlässige einsatz der modebloggerInnen hingegen schon: denn ohne den wäre die kampagne sicher wesentlich unauffälliger an mir, uns, euch vorbeigezogen.

Donnerstag, 25. November 2010

meine paisley-liebe rostet nicht.

collage_aus diversen uralt-magazinen

die schönheit liegt bei so mancher kollektion im detail- so auch bei diesem mantelkleid mit paisleymuster von viktor & rolf aus der winterkollektion 2002. tolles stück, entdeckt in einer alten elle anno 2002, musste selbstverständlich gleich verbastelt werden.  

* der paisley-liebe erster teil gibt es übrigens hier nachzulesen.

Dienstag, 23. November 2010

simply the best.

patrick_demarchelier, naturally refind, vogue usa, november 2010 (bilder)

manchmal bin ich in sachen editorials mehr als einfach zufrieden zu stellen: tolle frisur, schlichte silhouetten und schöne farben - mehr braucht es ab und an einfach nicht.

Montag, 22. November 2010

der wahnsinn hat morgen endlich ein ende.

kampagne_a_trifft auf kampagne b: lucas cranach, die drei grazien, 1531/ h&m`s lanvin-countdown die letzte 

eigentlich hätte das hier eine ganz anders aussehen sollen. aber irgendwie kam ich heute nicht drum rum: h&m hat heute die ansässigen tageszeitungen mit lanvin-werbung ummantelt - der wahrscheinlich letzte streich einer extrem agressiven marketingstrategie. wie sieht eure bilanz aus? werdet ihr euch morgen um die kleidchen streiten? ich zumindest habe kein interesse und werde weder online noch vor ort zugreifen. 

Sonntag, 21. November 2010

sonntagsruhe.

collage_aus another magazine, aw 2010/ zeit magazin nr. 47/ elle, oktober 1998.

heute herrscht hier einfach mal sonntagsruhe. und nur meine neueste collage darf sich breit machen.

Samstag, 20. November 2010

tom hat ausgepackt.





steven_meisel, tom_fords` bisher unter verschluss gehaltene ss2011-kollektion in der vogue, dezember 2010 (bilder)

auch wenn die nachricht schon wieder vier tage alt ist - nun hat also das warten ein ende: tom fords` bisher unter strengem verschluss gehaltene sommerkollektion ist jetzt wie angekündigt zumindest stückeweise in der französischen vogue anzuschauen. über zwei monate, in internetzeiten eine halbe ewigkeit, sind seither vergangen. doch schauen wir uns doch einfach mal an, wie die damals grösstenteils in höchstgeschwindigkeit getwitterten kollektionsbeschreibungen der anwesenden modejournaille zu den in blau getauchten bildern von steven meisel passen: jim shi, der mann mit der fliege, kommentierte: (An) emphasis on form in the leopard pantsuits, suede trench, cobalt blue silk fringe column, deep olive shirt, leather biker jacket . . . a lot of silk georgette, 18kt gold, hand painted python, lots of fringe. joe zee, creative director der elle: Silk fringe gown, crisp tuxedos in blk and white, leopard pantsuits, corsets under peekaboo gowns and lace kneeboots. und zu guter letzt cathy horyn, on the runway: (The collection was) the height of glamour — sharp pantsuits in black silk or a leopard pattern, gorgeous black evening clothes with sheer blouses, corsets and maybe a shrug in shredded tulle, impeccable details like hammered gold jewelry, stilettos with ankle ties and seamed black stockings. was meint ihr? hat sich -nach dem agressiven h&m-feldzug, der auf so viele mediale multiplikatoren wie noch nie setzte - wenigstens dieser wahnsinnsrummel um den verzicht aufs bild gelohnt?

Freitag, 19. November 2010

schwedische muskelspiele.


blumiges im showstudio-shop, florist, bis 13. januar 2011 (bilder)

blumig und rüschig ging es scheinbar gestern anlässlich der lanvin für h&m-fashionshow in new york zu: scheinbar deshalb, weil ich natürlich nicht vor ort dabei war. doch die medialen pirouetten, die h&m bereits seit einigen wochen meisterhaft vollführt, liefen verlässlich auf ihren vorläufigen höhepunkt zu. während das spektakel selbst in einem verhältnismässig überschaubaren rahmen gehalten wurde, waren selbstverständlich einige star- und promibloggerInnen als mediale multiplikatorInnen eingeladen, die ebenso verlässlich das event besprechen, beknippsen und befilmen durften. so gelangt dann glücklicherweise auch ottonormalbloggerin wie meineeine fast in echtzeit an informationen zu den geschehnissen vor, hinter und neben den kulissen und fühlt sich dabei fast wie auf dem hotelzimmer mit bryanboy, rumi, elin, gala und ihren lanvinkleidchen. blöderweise hat dieses übermässige bombardement mit bildern, videos und alber-elbaz-skizzen bei mir bereits ein übersättigungsgefühl sondergleichen erwirkt. nur zu gut, dass ich von anfang an keinen lanvin für h&m-fummel kaufen wollte. und wer vom agressiven blumenprint à la h&m genug hat, dem empfehle ich den showstudio-shop, der zur zeit auch einige quasi-blumensträusse im angebot hat. einmal schnuppern und schon ist dieser marketingalbtraum, in dem der schwedenriese einmal mehr die muskeln spielen lassen konnte, weit, weit weg.           






lanvin_für h&m-kleider werden versteigert (bilder)

taillenknoten.

nichts_geht mehr ohne geknotete gürtel - über westen, mänteln, hosenbünden oder blusen (bilder asos)

eine zeit lang war das ja ein hübscher gedanke: in der taille locker geknotete ledergürtel. ein wenig lässigkeit, ein wenig improvisation - so die message. doch je häufiger übergrosse strickjacken, kleider, röcke oder gar mäntel mit dem entsprechenden werkzeug einschlägig gebändigt werden, desto weniger charmant und lässig das endergebnis. ich zumindest schiebe meine gürtel wieder ganz altmodisch durch die schnalle und vermeide jegliches geknote. und ihr, auch schon auf dem kriegsfuss mit dem ledrigen taillenknoten? 
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