Dienstag, 16. März 2010

wild, bunt und so "wunderbar exotisch".




franz west, stuhl (bild)/ jean-paul gaultier, fw 2010 (bilder style.com)/ yinka shonibare, a flying machine for every man, woman and child, 2008 (bild).

die sogenannten wax-stoffe, die jean-paul gaultier coco rocha und ihren kolleginnen in form von turbanen für kommenden winter auf die köpfe gepackt hat, haben innerhalb der letzten jahre eine bilderbuchkarriere in kunst- und modewelt hingelegt: sei es die bunt bezogene bestuhlung eines franz west, die es mit der documenta x zu einer regelrechten prominenz gebracht hat, oder aber die auf dem westlichen kunstmarkt überaus populären tableaux vivants des englisch-nigeranischen künstlers yinka shonibare, die mittels farbenfroher "african prints" zu beliebten ausstellungshinkuckern wurden - die geschichte der wild gemusterten stoffe gibt ein wunderbarstes zeugnis kolonialgeschichtlicher verwicklungen wieder, dabei handelt es sich aber eben nicht um afrikanische, sondern in den niederlanden hergestellte stoffe. und auch wenn das thema bereits gerne und oft besprochen wurde, aus aktuellem anlass mein verweis auf den historischen hintergrund zu den "wax stoffen", detailliert nachzulesen hier.

Sonntag, 14. März 2010

der wind weht lebhaft bis kräftig aus nordwest.


william selden, katlyn aas, dazed & confused, november 2009 (bild)/ edouard manet, der frühling, 1881 (bild)
Auch am Montag ziehen einige Wolken durch, von Zeit zu Zeit kommt aber die Sonne zum Vorschein. Gelegentlich fällt etwas Schnee, in tiefen Lagen auch Schneeregen, eine Schneedecke entsteht dabei aber nicht. Der Wind weht lebhaft bis kräftig aus Nordwest und die Temperaturen erreichen 6 bis 7 Grad.
ja, ja, da hat wohl jemand themennotstand - wenn ich hier schon die wiener wetterprognose für morgen poste. an dieser eventuell aufkommenden vermutung der leserInnenschaft mag ich auch nur bedingt rütteln: denn im grunde ging es um eine knackige überleitung zum noch immer weit entfernten frühling. nun heisst es also nur noch hoffen auf die autorität des manet`schen frühlingsportraits.

Samstag, 13. März 2010

die modeklasse tobt sich aus.



we love fashion, "oui, d`heureux d'en être", performance und installationen der modeklasse wien, 1.-4. jahrgang, kunstraum coco : molino-modell en miniature 1. jahrgang (thema: traumkleider/ albtraumkleider)/ decke, als kleidungsstück tragbar 2. jahrgang (charlotte klobassa)/ performance nedra chachoua/ miniaturkleider auf karussell (händisch betrieben)

na, schau mal einer an: da kommt ein neuer designergaststar an die wiener modeklasse - und schon geht`s rund. bernhard willhelm hat seinen modestudentInnen eine -gemäß pressetext- unkonventionelle mode-präsentation auf`s auge gedrückt, die schonmal geschmack machen soll auf die alljährliche abschlussmodeshow im juni. die studentInnen der jahrgänge 1-4 durften sich in verschiedenen themenfeldern austoben, herausgekommen sind durchaus auch charmant unfertige bastelwerkeleien, miniaturkleidchen aus molino, die auf einem mittels handrad betriebenem karussell präsentiert werden, skizzenbücher und wirklich tolle patchworkdecken. ach so, performance gab es natürlich auch (hat herr willhelm ja vor gerade mal einer woche in paris auch gemacht), in wien gab es allerdings statt obstspiessen und bunten cocktails rosa-weiss-blaue wattebäuschen, mit denen ein model beklebt wurde. da hat herr willhelm scheinbar bereits erfolgreich überzeugungsarbeit geleistet - und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Freitag, 12. März 2010

pastellcharme.


sophie marceau in la boum 2 (detail bild cinefacts)/ tommy ton`s streetfashion in paris (detail bild)

diese bildkombination mag etwas verwegen sein, aber die von tommy ton in paris festgehaltene dame musste unbedingt untergebracht werden, haftet ihr doch weniger aufgrund ihrer dries van noten-winter 2009-kombination und sondern vielmehr dank ihres unprätentiösen haarschnittes etwas altmodisches an, was ich an den meisten model- und moderedakteurinnenschnappschüssen so vermisse. denn die damen, die da sonst so im stechschritt in ihren sexy modeuniformen von show zu show staksen, sind meist nicht wirklich meins, der pastellige retrocharme, den die beiden bilder da oben ausstrahlen, schon eher.

die modelkiste.


ulrich seidl, models, 1998. (bild)

bei ungemütlich kaltem wetter ist mir jedes mittel recht, trübe gedanken zu vertreiben. bestens bewährt hat es sich auf alle fälle, zu haus am sofa mal wieder ältere filme anzuschauen. mein heimkino zumindest hält dieses wochenende ulrich seidl`s models parat - eine schonungslos klischeehafte zuspitzung der fotograf meets model-kiste gibt es übrigens hier schonmal zu sehen.

Donnerstag, 11. März 2010

gewusst wie: auf dicke hose machen.


terry richardson, olivier zahm im kreise seiner lieben, i:d 2010. (bilder)

nein, ausnahmsweise geht es mal nicht um die macho-attitüden olivier zahms, sondern in erster linie um ein interview, das bei style.com nachzulesen ist. the future of fashion heisst die interviewserie, die sich diesmal den kopf hinter der französischen stylebibel purple vorgeknöpft hat. und ich muss zugeben, ganz im gegensatz zur endlosreproduktion gewisser stereotype innerhalb des purple fashion magazines empfinde ich das interview als kurzweilige angelegenheit, da herr zahm zu einem recht breitenwirksamen verbalumschlag ausholt: da berichtet er stolz von seiner erfolgreichen internetpublikation (oder besser bilderflut) purple diary (I haven’t found the right way to make a little money off it because I don’t want regular advertising. I think it would be really bad. So I don’t want advertising [of that kind]. I’m looking for a way to involve brands, but I haven’t found it yet and it’s not my priority.), spricht dem medium internet jegliche kreativität hinsichtlich der mode ab (The commercial magazines may be replaced, because the Internet is a better place for commerce and immediate information. The Internet is a chance for magazines because it forces the magazines to be more creative and to really explore what they are, what is the essence of a magazine and what a magazine is meant for. And it’s not meant for commerce…), thematisiert den kommerziellen druck, der auf designerInnen lastet (And the designers don’t know how to react. They can’t be like Monsieur Saint Laurent was, like saying, “Oh, I’m sorry, I’m sick, I took too much drugs, I can’t finish the collection, I’m going to Marrakech now.” That was the old good times. [Laughs.] They [would] be fired immediately.) und erklärt nebenbei, wie karl lagerfeld funktioniert. (He is a living encyclopedia. He is quicker than the Internet, than Google.) schlussendlich haben die herren zahm und lagerfeld eines nämlich gemeinsam: sie haben kapiert, wie mann (!) sich selbst mittels eines uniformen auftritts zur marke macht: (...) because today fashion is about celebrity, so you have to be glamorous yourself if you want to be taken seriously in a superficial world that we call fashion.

Mittwoch, 10. März 2010

tischlein deck` dich.


peter behrens, tischdecke, 1905 (detail bild marianne franke, münchen)/ hans christiansen, tischdecke, 1908 (bild lothar milatz, deutsches textilmuseum krefeld)

sind sie nicht schön, die jugendstiltischdecken? leider nur noch im museum zu betrachten - aber für kaffeeflecken und kuchenkrümel wären sie zugegebenermaßen auch zu schade. nichtsdestotrotz, wer noch mehr textilkunst (mit dem schwerpunkt auf tischdecken und servietten) sichten möchte, pilgere ab sofort in die villa stuck nach münchen.

ausstellung maß und freiheit. textilkunst im jugendstil von behrens bis olbrich, villa stuck münchen, 11. märz bis 30. mai 2010.

Dienstag, 9. März 2010

herzlichen glückwunsch!




james dean (bild)/ werner schreyer am rondo cover (bild maria ziegelböck)/ bruce weber, country goes to town (werner schreyer und claudia schiffer), vogue us 7/1990 (detail bild bruce weber)/maria ziegelböck, werner schreyer, rondo (bild maria ziegelböck)

1997, als mir mode noch so ziemlich wurscht war und models erst recht, kam mir werner schreyer das erste mal unter. allerdings nicht als das international erfolgreiche männermodel der 1990er, das er zu diesem zeitpunkt bereits war, sondern in einer nebenrolle der unsäglichen deutschen komödie bandits. das ist nicht unbedingt ein ruhmesblatt, aber dafür weiss ich es ja heute besser: das männliche supermodel aus österreich, das immer wieder mal optisch mit james dean verglichen wurde, wird am heutigen mittwoch 40. anlässlich des runden geburtstags gratuliert die kommende ausgabe des rondo, die beilage des standard, mit fotostrecke von maria ziegelböck. dazu weiß stephan hilpold einiges über die ups and downs des gebürtigen wieners zu berichten - hier eine vorab-kostprobe über dessen leben, das dramaturgisch so ziemlich alles zu bieten hat:
Werner Schreyer hat es ganz nach oben geschafft. Er wurde für die wichtigsten Werbekampagnen gebucht, spielte in einigen Filmen mit. Mit Stephanie Seymour hatte er eine Affäre, Drew Barrymore machte ihm einen Heiratsantrag. Er lebte in New York, L. A. und Paris. Ende der Neunziger fiel er umso tiefer. Seine Ehe wurde geschieden, Rückzug nach Wien. Drei Jahre arbeitete er nichts, mithilfe von Freunden versuchte er vom Alkohol und Kokain loszukommen. Seit damals, sagt er, sei er clean. „Meine Nerven aber sind kaputt.“ Mit größter Disziplin hat sich Schreyer in den vergangenen Jahren eine zweite Karriere aufgebaut. „Hut ab vor dem Werner“, sagen die Freunde, die ihm geblieben sind.
was der einstige posterboy heute so macht, gibt`s am freitag im rondo nachzulesen und natürlich auch zu schauen.

Montag, 8. März 2010

frauen sind komplett wehrlos, bis der nagellack trocken ist.


screenshot bipa.

nein, ich leide nicht unter kompletter geschmacksverirrung - ich hatte nur das gefühl, dass sich das nach meinem beitrag zum samsung-frauenhandy thematisch besonders gut anschliessen lässt: die österreichische drogeriekette bipa hält pink nämlich für eine farbe, die frauen besonders sexy finden. mich überzeugt das nicht, zumal ich sprüche wie frauen sind komplett wehrlos, bis der nagellack trocken ist 2010 für sowas von überflüssig halte. aber sowas von.*

*zum weiterlesen empfehle ich den artikel Real existierender Konsumismus von andrea roedig im standard.

glitzerglitzer und blingbling.


samsung s7070, kampagnenbilder (bilder samsung)

es war einmal vor einigen wochen, da überschwemmte eine handy-testaktion sintflutartig die modeblogs und ich war erstaunt, wie sehr die werbestrategie aufgegangen ist und wer sich so alles was einfallen lassen hat in sachen handy-test: da ging es richtig kreativ zur sache, es wurden online allüberall textchen verfasst, bilder gepostet und videos gedreht. mich hat es daraufhin wieder einmal in den fingern gejuckt: ich habe bei samsung nachgefragt, was es mit der werbeoffensive auf sich hat. und tatsächlich, das lange warten auf informationen zur diva-kampagne von samsung hat ironischerweise mit dem heutigen weltfrauentag ein ende. zwar sind die antworten im marketingsprech gehalten und somit auch nicht so wirklich befriedigend, aber vielleicht waren meine fragen auch einfach zu brav. auf das angebot, das samsung s7070 oder das kommende modell auszutesten, bin ich übrigens nicht eingegangen - denn: eine diva bin ich keine und mit glitzerglitzer und blingbling bekommt mich niemand. hier jedoch die offiziellen statements von samsung:

wie entstand die idee, gerade modebloggerinnen als testpersonen für das samsung glamour S7070 anzufragen?
Wir haben sowohl Technik- als auch Modeblogger angesprochen. Der Hauptgrund dafür, Modeblogger anzusprechen war, dass das speziell auf so genannte Fashionistas ausgerichtet ist. Die Leser von Modeblogs entsprechen ziemlich genau der primären Zielgruppe des Geräts.

haben sie bereits desöfteren mit fashionbloggerinnen "kooperiert"? (und wenn ja, welche erfahrungen haben sie dabei gemacht?)
Samsung selbst hat bisher nicht mit Modebloggern zusammengearbeitet. Die Agentur, mit der wir arbeiten hat jedoch große Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Blogs aus den verschiedensten Fachrichtungen. Ich bin mir gerade nicht sicher, was Sie mit der Frage nach durch uns gemachte Erfahrungen meinen.

nach welchen kriterien wurden die jeweiligen bloggerinnen ausgewählt?
Die Kriterien für die Auswahl waren die Popularität des Blogs und das generelle Thema des Blogs (in diesem Fall IT und Mode). Danach haben wir die Blogger kontaktiert und diejenigen ausgewählt, die Interesse an einer Zusammenarbeit hatten. Unsere lokalen Büros waren von Anfang an in den Auswahlprozess involviert.

was erhofft sich samsung von einer solchen werbestrategie?
Samsung erhoffte sich online positiven Buzz rund um den Launch des Telefons, speziell in der Zielgruppe des Geräts, zu erzeugen.

warum stellen fashionblogs eine attraktive werbefläche für sie dar?
Wie bereits in der Antwort auf Ihre erste Frage erwähnt, haben die Leser von Modeblogs die größte Übereinstimmung mit der Zielgruppe unserer Glamour Edition.

Sonntag, 7. März 2010

so also wirst du fotomodell.



elisabeth fallenberg (details bilder pedro kramreiter, abfotografiert aus: elisabeth fallenberg, So wirst Du Fotomodell, 1984)

manchmal hab ich einfach glück. als solches zumindest würde ich meinen absurden buchfund auf einem wiener pfarrflohmarkt bezeichnen: elisabeth fallenberg, einst internationales Fotomodell, hat bereits 1984 eine gebrauchsanleitung für die germany`s next topmodel-generation verfasst: in So wirst Du Fotomodell gibt die österreicherin, deren karriere mit einem cover von will mcbride für den stern begann, tipps, wie es junge mädchen "schaffen" können im internationalen modebusiness. und tatsächlich werden wirklich alle wichtigen fragen von Wer kann Model werden? über Wie du dich und deinen Körper fit hältst bis Tees für deine Schönheit kapitelweise abgearbeitet. amüsant ist das auf den ersten blick und gipfelt dann in den Hinweisen für dich, deine Eltern, deinen Freund oder deinen Mann: Es stimmt nicht, daß man als Fotomodell bei Minusgraden im Winter am Strand Bikinis fotografieren muß. na schau an - da sollten die, die die immer spektakuläreren germany`s next topmodel-fotoshootings als realistisch einstufen, vielleicht kurz innehalten und sich überlegen, ob das der richtige weg ist. denn letztlich, so elisabeth fallenberg: es ist dennoch immer ein Zufall, der entscheidet, ob du`s wirklich wirst, oder nicht. na, no na ned (wie man hier so schön sagt).

Samstag, 6. März 2010

vom laufsteg auf`s modeblog.




chloé aw 2009 (bilder style.com)/ bloggerin miss pandora in zara-cape, top von cos und shorts von topshop (bilder pauline darley)

aha - was die französische bloggerin louise ebel da vor circa zwei wochen präsentierte, roch verdammt nach chloé`s interpretation des winters 2009: lässiges cape über hochgeschnittenen shorts in beige, in der taille umgurtet von der momentanen allzweckwaffe ledergürtel. denn während überall sonst bereits fieberhaft bilder der wintermode 2010 gepostet werden, komme ich schon wieder mit dem winter 2009 um die ecke. anlass ist also louise`s look, der sich aber durch jeden beliebigen ersetzen lässt. im rückblick lässt sich nämlich am gemütlichsten analysieren, welche laufsteglooks es in die gechäfte geschafft haben, will heissen: welche klamotten eifrig kopiert und imitiert wurden. ein besonders schönes anschauungsobjekt ist meiner meinung nach eben eines der camelfarbenen chloé-capes, die es in einiger abwandlung dann auch in die filialen von zara geschafft haben. allerdings - und das glaube ich erkennt man an den detailaufnahmen besonders gut - mit qualitativen einbußen. denn da, wo im "original" die ränder des grosszügig geschnittenen umhängers mittels echten leders eingefasst werden, muss bei der zara-variation mit wellig aufgenähtem kunstleder vorlieb genommen und auf kostspielige ledrige details verzichtet werden. über diese beobachtung hinaus, die wahrscheinlich jedeR modeinteressierte konsumentIn bereits gemacht hat, wird es für mich interessant: denn irgendwie wird doch das "von der strasse auf den laufsteg" mittlerweile ad absurdum geführt- geht es momentan nicht viel eher andersrum? vor allem auf modeblogs sind gut gemachte, abwechslungsreiche outfitposts tatsächlich rar, solche laufstegimitierenden komplettaufgüsse wie der louise`s tatsächlich eher symptomatisch. das mag zwar gut ausschauen, besonders eigenständig ist`s aber nicht.

Freitag, 5. März 2010

das kommt von herzen.


irina gavrich, es kommt von herzen, der standard/ rondo nr. 562 (bild irina gavrich) / heute-rondo-collage, detail.

meine heutige u-bahn-lektüre: rondo meets heute. während suzy on the rocks heute in jil sander am rondo-cover gewohnt lasziv herumturnt, wartet das u-bahn-giftblatt wieder einmal mit den ganz grossen wiener dramen auf: 67% mehr Attacken auf Tramway-Fahrer und Trauer um totes Topmodel: "wir vergessen dich nie" - so die schlagzeilen. was lag da also näher als das, was so gar nicht zusammengehört, gemeinsam zu verbraten? die komplettansicht der entstandenen collage gibt`s dann morgen - oder so.

Donnerstag, 4. März 2010

au revoir l`hiver!




inez van lamsweerde und vinoodh matadin, adn de la mode: ligne force, vogue paris, august 2009 (bilder)

erst einmal vorweg: natürlich bin ich mit einem wintermode 2009-posting gnadenlos spät dran, zumal sich die modische internetgemeinde längst sattgeschaut hat am letztjährigen rodartestrick, doch darum geht es in diesem fall auch gar nicht. ich muss nämlich gestehen: bei -ich nenne es mal- intelligentem muster- und farbmix werde ich einfach schwach. und dieses supereditorial (mit sage und schreibe 23 beteiligten models) unter der stylingägide carine roitfelds beweist mal wieder, dass die französische vogue-chefin dem betonbob anna wintour`s einiges voraus hat: hier wird nämlich mal wieder auf`s allertollste bewiesen, dass mode nicht immer nur schwarz und clean, sondern eben auch wunderhübsch gemustert daherkommen kann - ohne den eindruck zu vermitteln, allzu tief im farbtopf zu stehen. und da mir gerade ausschliesslich superlative über die lippen kommen, verweise ich nur noch auf ein intensives studium besagten editorials: das war also der modewinter 2009.

Mittwoch, 3. März 2010

strassenmode.




celine fw 2010 (details screenshots)/ sartorialist (detail bild)

dass gewisse streetfashionfotografInnen sich hochknipsen, indem sie als portraitisten gewisser wichtiger modemenschen fungieren, ist nichts neues. dass die dort gezeigte mode wenig mit den strassen, auf denen ich mich alltäglich in wien bewege, zu tun hat, auch. und dass sich viele modewahnsinnige, die täglich am rechner kleben und streetfashionblogs konsumieren, die eben dort gezeigte luxusmode als zara-abklatsch kaufen, genauso wenig. doch gibt es eigentlich noch diese modeverrückten, die sich, wie es noch vor jahrzehnten üblich war, designerteile nachschneidern? als vorlage würde sich die website von céline mit ihren hoch aufgelösten riesenbildern beispielsweise allerbestens eignen. aber wahrscheinlich sind die einzigen, die vor dem rechner designerkopien austüfteln, die designabteilungen der grossen modeketten. zara also als der legitime nachfolger des burdaschnitts der 50er?
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