Donnerstag, 17. September 2009

...von wegen magisch.


zweimal grace: einmal grace coddington, creative director der us-vogue, auf der party anlässlich ihres 50. geburtstages (vogue, s.414), das andere mal grace jones (vogue, s. 410) in party-pose.

da habe ich mir vor einigen tagen dann doch den 730 seiten dicken 30-jahre-deutsche-vogue-wälzer gekauft, doch trotz beeindruckender opulenz und grossem medialen trara packt mich da irgendwie leider wenig. und da mich weder bruce webers part noch die grösstenteils biederen glückwunschseiten der verbandelten unternehmen in der goldenen ausgabe nicht vom sockel gehauen haben, muss ich gestehen, dass mich das von angelica blechschmidt unter dem titel "flash!" zusammengestellte album ihrer selbstgeknipsten fotos noch mit am meisten gefesselt hat. in vogue- oder blechschmidt-sprech heisst das dann: ein puzzle magischer momente - so weit mag ich nicht gehen, doch neben den sich wiederholenden besprechungen des ewigen vogue-künstlerpersonals à la annie leibovitz und francis bacon macht sich das zur abwechslung durchaus erfrischend aus. aber was solls, zwei hübsche bilder meines liebsten blog-personals habe ich dann doch noch entdeckt. darf ich vorstellen: grace und grace, beide allerfabelhaftenst aussehend. und damit wäre ich ja mal wieder bei meiner eigentlichen fashionbloggerInnen-berufung angekommen: nichts als hübsche bilder posten - ha!

Mittwoch, 16. September 2009

na, servus!


rodarte, links ss 2006 und rechts ss 2010. (bilder: style.com)

tja, was fällt einem dazu noch ein: rodarte war vor vier jahren noch ganz schön brav- oder wie kann man die entwicklung von den zaghaft angekohlt wirkenden bordüren zu diesem abenteuerlichen patchwork-kunstwerk beschreiben?

Dienstag, 15. September 2009

ist der ruf erst ruiniert...


marc jacobs, ss 2010, details/ bloggerin tavi in der marc jacobs-frontrow. (bilder: style.com)

ich gebe es am besten gleich zu beginn ganz offen zu: modeblogerfolgsmodell tavi entwickelt sich zu meinem neuen lieblingsthema. denn was sehen wir hier: der modewahnsinnige teenager scheint anlässlich der kollektionspräsentation des marc jacobs regelrecht hellseherisch den richtigen riecher für farbe (violett, blau, rot) und thema (geisha) gehabt zu haben- anders kann ich mir die abstimmung der teenagergarderobe auf das am laufsteg dargebotene nicht erklären. tja, da scheinen wir (ich übertrage tavi mal auf die zunft der modebloggerInnen) ja ab und zu doch noch etwas richtig zu machen, denn im allgemeinen wird ja gerne gelästert, was das zeug hält: fashionbloggerInnen haben ja keine ahnung, worüber sie schreiben, setzen die immer wieder gleichen bunten bildchen ins netz und kennen sowas wie "recherche" nur vom hörensagen - so ungefähr lauten die gebetsmühlenartig vorgetragenen vorwürfe an uns modebloggerInnen immer wieder. da mag hier und da sicherlich ein quentchen wahrheit dran sein, nichtsdestotrotz äußern sich natürlich ernsthaft und seriös arbeitende redakteurInnen/ journalistInnen über qualitätsmängel der bloggerInnenkonkurrenz ganz besonders herzhaft - wobei der begriff "konkurrenz" tunlichst vermieden wird, schliesslich findet diese auseinandersetzung natürlich nicht auf augenhöhe statt. nun gab es in letzter zeit allerdings einige merkwürdige zufälle, die die arbeit der seriösen magazine nicht unbedingt als so wahnsinnig erhaben erscheinen lässt. da werden bilder einer fashionbloggerin ohne absprache/ kennzeichnung in einem magazin abgedruckt und im rahmen der berichterstattung über modebloggerInnen anlässlich der new york fashionweek kam es offensichtlich zu dem, was eigentlich ja wir so besonders gut beherrschen, nämlich: recherchefehlern - und das im wall street journal und der new york times. tja, was lernen wir daraus? die wiedergabe der binsenweisheit "jeder macht mal fehler" mal ganz ausgenommen? vielleicht sind wir gar nicht so schlecht wie unser ruf.

Sonntag, 13. September 2009

gruppenbild mit bloggerin.


links: bloggerin tavi mit elizabeth peyton, sofia coppola, kate mulleavy/ rechts: elizabeth peyton, lady with ermine, 1480-90 (after leonardo da vinci), 2003.

da stelle sich einer vor: eine gerade mal 13jährige modebloggerin steht da zwischen elizabeth peyton, madame coppola und einer hälfte des rodarte-duos - ganz selbstverständlich in einer strickkreation ebendieses labels und grinst ganz locker in die kameras, eine dicke glanzschleife um die schmalen hüften. popkultur im reinformat eben - da warte ich nur noch darauf, dass frau peyton, die ja einen ganz besonderen riecher für pop und portraitdarstellungen hat, demnächst zum pinsel greift und es bald ein tavi-portrait geben wird. wenn das nicht schon längst fix und fertig im atelier steht - überraschen würde es mich nicht. und da ich nichts genaues über die hintergründe der jungen fashionbloggerin weiss, will ich der amerikanischen erfolgsgeschichte frei nach dem motto "raus aus dem kinderzimmer, rein in die fashionweek" zumindest kurzzeitig glauben schenken.

topfschnitt/ pilzkopf die zweite.


iris strubegger in schwarzem leder und kurzem haar für alexander wang, ss2010. (bilder: style.com)

der kurzhaarschnitt der österreicherin iris strubegger ist zwar auch schon ein paar monate alt, scheint ihrer präsenz im modegeschäft allerdings eher zugespielt als geschadet zu haben - hat sie doch angeblich anlässlich ihres vogue - covers im märz die haare gelassen. wie dem auch sei, bei alexander wang`s präsentation war sie gestern neben ihren langhaarigen kolleginnen der einzige topfschnitt, den ich erblickt habe. so, und damit beende ich jetzt aber auch ganz schnell diesen aktuellen exkurs zum thema haare - schliesslich gibt es in new york zur zeit ja auch noch andere dinge zu sehen.

topfschnitt/ pilzkopf.


zweimal ranya mordanova: einmal in yigal azrouel, das andere mal in helmut lang ss2010 (bilder: style.com)

tja, was soll ich sagen: ich bin ein fan von kurzhaarfrisuren, trage selber eine und finde diesen topfschnitt, den die russin ranya mordanova da über die new yorker laufstege spazieren trägt, ganz wunderbar. gegenstimmen?

Freitag, 11. September 2009

wiener würschtel.



helmut lang, ss 2005. (bilder: style.com)
na, das waren noch zeiten, als da, wo helmut lang draufstand, auch noch helmut lang drin war: geknotete und geflochtene würschtel, die effektvoll ans jerseyleiberl drapiert werden, scheinen sich mittlerweile als bewährter kunstgriff in (wiens) modeateliers durchgesetzt zu haben und auch asymmetrisch umgehängtes gekette gibts mittlerweile in jeder h&m-accessoire-ecke zu schleuderpreisen zu haben. nichtsdestotrotz ist natürlich nicht alles schlecht, was 2005 noch gut war. und davon abgesehen habe ich mir eben die neueste, von nicole and michael colovos verantwortete helmut lang-kollektion angeschaut und habe einige sehr, sehr hübsche jeansteile entdeckt.

lesestoff.

unbedingt lesenswert: das interview mit wally salner und johannes schweiger von __fabrics interseason zu ihren plänen hinsichtlich ihrer künstlerischen leitung des modebakkalauretas der kunstuniversität linz/ hetzendorf.

fanclubaktivitäten.


christopher kane für topshop/ september 2009. (meine skizze nach bildvorlage)

am besten bestreite ich hier gleich mal alles: ich bin keine topshop-abgesandte und auch sonst habe ich mit der britischen textilkette ganz modebloggerinnenuntypisch wenig am hut. und eigentlich lässt mich diese ganze pr-maschinerie, die hier schon im -ich glaube- juni zugunsten der neuesten christopher kane-designt-für-topshop-kampagne angeworfen wurde, relativ kalt. wenn da nicht dieser nette vernietete seesack wäre. natürlich, nieten haben ihr saisonales verfallsdatum längst überschritten und auch wenn ich mittlerweile wirklich genervt bin von den silbernen knöpfen und ösen, die horror-vacui-gleich auf alles was weder niet- noch nagelfest ist, aufgetackert werden, würde ich das gute teil zumindest so, wie ich es in schön ausgeleuchteter kampagnenfoto-qualität gesichtet habe, an mich reissen. denn eines muss ich dann doch zugeben: ich bin ein ganz klein wenig fan - nein, nicht von topshop, sondern von christopher kane. dessen sommerkollektion 2007, die ist mir nämlich noch immer im kopf. und das will ja bekanntlich was heissen im schnellebigen modebusiness. so, und das war jetzt trotz angestrengten herumwindens wahrscheinlich doch ein werbeposting - aber echte fans lassen sich halt einfach manchmal zu irrationalen handlungen hinreissen.

Mittwoch, 9. September 2009

fuuuun times für modebloggerInnen.


modebloggerinnen einmal aufgefädelt von links nach rechts: brooke, lucretia,rebecca,tavi, arabelle von mir skizziert nach einem foto/ faboo.

die welt stand das letzte wochenende mal eben kopf für einige us-amerikanischen bloggerinnen: weardrobe lud 19 modebloggerinnen vier tage lang zum konferieren nach new york ein. was konferieren in diesem kontext heisst? new york city sight seeing, blogging workshops, photography tutorials, shopping and collaborating beschreibt the weardrobe das programm - und das alles mit kräftiger unterstützung diverser sponsoren. bei durchsicht der entsprechend üppig ausgefallenen fotodokumentation sieht das ganze aus wie eine shopping-exkursion mit kleinen ausflügen ins do-it-yourself-fach. oder um es in den worten einer der teilnehmerinnen auszudrücken: fuuuun times: sieht so also die zukunft des modebloggens aus?

Dienstag, 8. September 2009

ohne worte.

das waren mal: ein grau-brauner burberry-mantel und ein braunes max mara-kostüm...

auch auf die gefahr, die besucherInnen meiner seite zu fadisieren: zur zeit scheinen mir die worte zu fehlen.

Montag, 7. September 2009

spieltrieb.


collage 09/09.

hier ist`s gerade ein wenig chaotisch, ich spiele gerade mit null-html-kenntnissen an meinem blog rum...

Sonntag, 6. September 2009

maria im kostüm.






maria lassnig, maria lassnig kantate, 1992. (bilder)

na, wenn das mal nicht kostüm-inszenierung as its best ist: maria lassnig in ihrem 1992 entstandenen film maria lassnig kantate - in dem sie ihre jeweiligen lebensabschnitte bebildert - und das eben auch mit dem entsprechenden kostüm, denn anders kann beispielsweise die oben abgebildete waghalsige federboa-kombination nicht bezeichnet werden. wie ich gerade ausgerechnet auf maria lassnig komme und nicht zu der viel bekannteren cindy sherman greife? ganz profan: eben ein interview zum 90. geburtstag der erst in den letzten jahren wiederentdeckten österreicherischen künstlerin gehört, deren unprätentiosität mich gerade stark beeindruckt hat. den wunderbaren film gibts übrigens hier zu sehen.

Samstag, 5. September 2009

24 stunden berlin.


24 stunden berlin. (bild)

inszenierte realität die zweite: bei superlativen werde ich ja immer ein wenig misstrauisch. nichtsdestotrotz werde ich in einigen stunden im laufe des samstags irgendwann mal reinschalten auf arte, um die längste tv-produktion in der geschichte des fernsehens zu sichten: 24 stunden berlin wirds da zu sehen geben, und das aus den unterschiedlichsten perspektiven.

Freitag, 4. September 2009

grace, eiskalt.


grace coddington. (bild)

nach langem mal wieder die website des h&m-ablegers cos inspiziert (schliesslich hoffe ich ja noch immer auf eine filiale in wien) und -siehe da- mir scheint etwas entgangen zu sein: zwar bin ich, was eine mögliche expansion des unternehmens nach österreich angeht, kein bisschen schlauer geworden, doch immerhin: die website wurde neu überarbeitet und aus der leblosen bildablage wurde eine durchaus lesenswerte seite. aber nun genug der pr, neben aktuellen kollektionsbildern gibts da nämlich ein "magazin", das meiner vermutung nach nicht nur online zu lesen, sondern auch offline in eben jedem cos-store erhältlich sein wird. doch um zum punkt zu kommen: wer interessiert ist an einer vor- oder nachbereitung für und von the september issue, dem sei das ausführliche interview mit grace coddington unter anderem zum ablauf der dreharbeiten ans herz gelegt. und auch ganz allgemein gibt die britin durchaus symphathische statements über den ihr verhassten celebrity-kult ab: it’s this whole era of celebrity. everybody is a celebrity. so all the backstage people now have come front of stage. and then there’s the gullible public, who just want a little bit of whatever about anyone. their appetite is insatiable. it’s really extraordinary.(...) but that’s how it is these days, everybody wants to see everything. before every movie you see behind the scenes of the movie. and you’re not seeing reality, you’re seeing a faked reality. it’s ridiculous. get back to reality. everybody go home and we can have a few less magazines and less of all this trash. und das, was die insiderin so von sich gibt, kann ich als aussenstehende einfach nur ganz fett unterstreichen.
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