Sonntag, 1. November 2009

mädchen am sonntag.



jean seberg in godard`s nouvelle vague-dauerbrenner à bout de souffle (bild: bfi)/ nicolette krebitz macht mal eben auf...jean seberg in mädchen am sonntag (bild: independent partners)

jean seberg darf - ähnlich wie audrey hepburn - immer wieder als modisches role model herhalten. und das, seit sie 1960, vor fast schon 50 jahren, als androgyne patricia mit pixieschnitt zusammen mit dem belmondo-flegel die leinwand unsicher machte. seither scheint keine modezeitschrift mehr ohne den verweis auf den seberg-look auszukommen und auch nicolette krebitz setzte 2005 im portraitfilm mädchen am sonntag auf ringelshirt und kurzhaarschnitt. und da das gerade alles so gut passt, ist das heute sozusagen mein sonntagspost...zum verspäteten frühstück.

Samstag, 31. Oktober 2009

kleiderschrankschnüffelei.



oben: adia trischler unter anderem mit rosamosa-"hauspatschen" (so oder so ähnlich heisst das hier). (bilder: stylelikeu)/ unten: die 81jährige elizabeth burns in ihrem reich. (bilder: stylelikeu.com)

auch wenn ich hier gerade nichts neues präsentiere, macht ja nichts, denn diese seite besitzt enormes suchtpotential: in fremde wohnungen und kleiderschränke schauen macht ja sowieso schonmal viel spass, doppelt soviel spass macht es allerdings, wenn die einblicke ins private so vielfältig und spannend sind. wer also einer möglichst sinnfreien wochenendbeschäftigung nachgehen möchte, stylelikeu nicht sowieso schon verfallen ist und bereits in- und auswendig kennt, der klicke sich durch bilder, texte und videos. und schnell wird klar: worauf sich wir modeblogs gerne beschränken, nämlich h&m-, acne- und topshop-berichterstattung, macht den braten nicht fett. viel viel toller sind trendresistente und modewahnsinnige ansammlungen von klamotten- oder zumindest ein gelungener mix aus alledem. ach, und bevor ich es vergesse: auch adia trischler ist mal wieder mit von der partie, die einen touch österreich mittels hauspatschen von rosa mosa einbringt. viel spass beim schnüffeln!

köpfe und kolumnen.


herr hilpold im anzug. (bildausschnitte/bild : christoph pirnbacher)

als bloggerin lese ich natürlich gerne blogs, auch wenn ich mich dabei ertappe, immer wieder dieselben zu verfolgen, statt öfter wieder mal auf entdeckungstour durch netz zu ziehen - denn das geht zwar nicht ins geld wie der kauf diverser lifestylemagazine, frisst aber immer wieder sehr viel zeit. denn: hängenbleiben geht immer. aber mal davon abgesehen: eine gewisse routine gehört wahrscheinlich zum medienkonsum dazu, so wie ich einigen klassischen printmedien trotz informationsquelle internet nach wie vor seit jahren die treue halte. die printmedien wiederum werfen blogs zwar gerne unseriosität und unprofessionalität vor, doch interessanterweise setzen die print-platzhirsche zunehmend wieder auf köpfe und kolumnen und machen damit im grunde das, was blogs in den letzten jahren so populär werden liess - persönliches kommentieren. beispiel: der standard aus österreich. hier schreibt redakteur stephan hilpold seit mitte september für seine kolumne hilpold im anzug eben nicht als unsichtbarer redakteur, sondern so richtig mit bild. und ich gebe ja zu, da schaue auch ich hin und lese mit interesse mit, finde jedoch schade, dass die leserInnenschaft sich scheinbar immer nur dann, wenn es um magermodels und vergleichbare aufschrei-themen geht, zum online-aufschrei bemüssigt fühlt. da habe ich mir von der standard-leserInnenschaft doch ein wenig mehr ernsthafte beiträge erwartet. doch was mich eigentlich interessiert: wie seht ihr das mit den "grossen" und uns blogs? ich würde mich mal wieder freuen über diskussionsbeiträge!

Freitag, 30. Oktober 2009

an die kette gelegt.


pieter hugo, the hyena and other men/ collage.

gerade eben über susie bubble`s aktuellen post zu pieter hugo`s fotoreihe gestolpert - aber moment, da war doch was? hm, mein collagenwahn hat zu weihnachten letzten jahres auch vor dieser fotostrecke - erschienen in irgendeinem lifestyleheftchen - nicht halt gemacht. denn irgendwie eignen sich die bilder halt nur zu gut, sie in den modekontext zu überführen. und jetzt lasse ich euch die nächste zeit erst einmal in ruhe mit selbsterzeugten ergüssen, so langsam wirds ein wenig einseitig, fürchte ich.

dauerbrenner: figurproblem.


jane fonda in den 1980ern/ foto einer kleinanzeige in der ausstellung grosser auftritt - mode der ringstrassenzeit, wien museum.

bei fettleibigkeit und korpulenz handelt es sich also nicht ausschliesslich um neu erfundene luxusproblemstellungen der letzten jahrzehnte, nein, auch vor über 100 jahren schon ein thema für kleinanzeigen aller art: während damals noch auf die einnahme natürlicher pflanzenpräparate wie die jenes herrn reichel aus obiger anzeige mit herzalerliebster vorher-nachher-skizze gesetzt wurde, beherrschen seit circa 30 jahren fitnesstipps und aerobicangebote den markt. und daneben macht uns die fitnessgestählte vorzeigeblondine heidi bereits seit einem halben jahrzehnt klar, dass spätestens zwei wochen nach geburt eines kindes der körper wieder der eines fitnessmodels zu sein hat. naja, immerhin habe ich beim besuch der ausstellung grosser auftritt - mode der ringstrassenzeit im wien museum gelernt, dass kaiserin sissi, die in den 1950ern von romy schneider ja eher pausbäckig verkörpert wurde, was ihr körperbewusstsein anging, ohne zweifel mithalten konnte mit dem wahnsinn, der seit jahrzehnten durch die frauenzeitschriften geistert. doch darüber hinaus: ich lege hiermit jeder/m einen besuch der ausstellung am karlsplatz ans herz - bis zum 22. november sind dort noch kostüme und klamotten zu bestaunen.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

nachtnähaktion.



ein mantel in acht stunden - oder so ähnlich. gestern abend mal eben nicht ums blog gekümmert, dafür wieder einmal die nähmaschine angeworfen und einen lockeren überhängemantel à la chloé genäht. in camelfarben und und mit großzügiger kapuze, ledergürtel drumherum - und fertig ist das herbstoutfit.

Dienstag, 27. Oktober 2009

brillen wie festungen.


als brillen auch in der politik noch brillen sein durften: helmut schmidt, 1972 (bild: wolfgang haut)/ partybesucherin in berlin, september 2009. (bild: glamcanyon)

na, haben wirs nicht schon längst gewusst: während modisch versierte menschen schon seit den 90ern auf diverse rückwärtsgewandte spielarten der hornbrille setzen und ich die randlos-variante eigentlich nur noch von "jungen-unions"-zöglingen kenne, scheint es in der deutschen spitzenpolitikerriege nicht ohne das modell "randlos gleich charakterlos" zu gehen: zu diesem schluss kommt jedenfalls ein höchst unterhaltsamer faz-artikel, in deren redaktion ich jedoch - mit verlaub, ohne die redaktionsräume je betreten zu haben - ebenfalls einige randlos-trägerInnen vermute.

wider die novembertemperaturen!


so langsam macht sich der herbst breit und so langsam werden die füsse kalt. dass schöne fremd-selbstgestrickte socken auch zu hause das beste mittel gegen novembertemperaturen sind, weiss meine mutter scheinbar am allerbesten. denn anders kann ich mir den inhalt des heute überraschend eintrudelnden päckchens nicht erklären. und da stricksocken durchaus trendresistent farbig sein dürfen und sollen, bin ich natürlich begeistert. die werden ab jetzt getragen, bis die ferse durchgescheuert ist - versprochen!

Montag, 26. Oktober 2009

zeit totschlagen...


tja, ich gebe zu: auch ich gehöre zu denen, die mal modedesign studieren wollten. dass hat zwar dann nicht wirklich geklappt, aber meine damalige jil-sander-etuikleid-collage erinnert mich dann doch ein wenig wehmütig ans mappezusammenstellen bis tief in die nacht. das waren noch zeiten. aber nein, ich werde natürlich nicht in wehmut verfallen, dafür gäbe es ganz sicher nicht mein blog, und das raubt mir ja schliesslich auch einiges an zeit...also kein grund zur beschwerde.

Sonntag, 25. Oktober 2009

die wurmige orangenpresse.


zweimal erwin wurm, links: outdoor sculpture taipeh, 2002/2003/ rechts: kunst pausen, editorial in der vogue deutschland, 11/2009.

zwar bin ich nun überhaupt kein fan des deutschen supermodels claudia schiffer, die über den puppigen leblos-charme unserer aller lieblingslangbein barbie verfügt, allerdings muss ich zugeben, dass ich an dieser stelle schon fast ein wenig dankbar bin, dass das deutsche vorzeigefräulein doch tatsächlich eine fast obsessiv zu bezeichnende betreiberin ihrer fanhomepage dazu motiviert, alle möglichen claudia-schnipsel zu sammeln und wunderbar aufzubereiten. und so kam es denn, dass auch ich die gesuchten bilder des aktuellen editorials von erwin wurm endlich gefunden habe. der in wien ja sowieso überpräsente wurm schafft es nämlich, mit einer recht genialen idee seit jahren hausieren zu gehen- gerne auch immer wieder in kooperation mit modeunternehmen. und das, was er da mit dem deutschen vorzeigefräulein veranstaltet hat, ist ja einfach nurmehr ein weichgespülter abguss bereits vor jahren ausgebrüteter ideen. denn das mit den orangen, das gabs doch schon, wenn auch mit zwei nicht ganz so blonden fräuleins.

viennale-sternstunde.


viennale-gespräch mit tilda swinton.

eines vorweg: tilda swinton scheint durchweg sympathisch zu sein - so zumindest mein eindruck während ihres viennale-talks. und wer interessiert ist, kann sich ihren film cycling the frame demnächst, nämlich am 8. november 2009, auf 3sat zu gemüte führen. unbedingte empfehlung!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

in die nesseln gesetzt.



oh jeh, das endergebnis ist nicht unbedingt eine augenweide zu nennen, aber nachdem ich mein pfarrflohmarkt-t-shirt ja unbedingt nicht an mir selbst präsentieren wollte und partout was bela-borsodi-mässiges machen wollte, habe ich mich - wie gesagt - in die nesseln gesetzt. nun gut, jetzt habe ich schon viel zu lange dran rumgebastelt: eigentlich gehts also um dieses transparente graue etwas, das wahrscheinlich zuletzt in den 90ern getragen wurde und ab demnächst wieder ausgeführt werden wird.

Dienstag, 20. Oktober 2009

gut betucht.


pelican avenue intakt (aw 2009/10), vogue paris, september 1976.

turbane sind nie so ganz wirklich totzukriegen- bester beweis: die pelican avenue-winterkollektion. denn wenn es nach carolin lerch geht, haben wir ein solches teil diesen winter auf dem kopf sitzen. sieht gut aus, zumindest in dieser kombination.

Samstag, 17. Oktober 2009

mein herz für text.



nachdem ich mich anlässlich der letzten lieblingsblog-aktion zu meinen alten lieben bekannt habe, bekenne ich mich diesmal ganz vorbehaltlos zu intelligent und durchdacht geführten blogs, für die text nicht nur schmückendes beiwerk ist: carmencita, stadtpiratin, parisvienne. ach ja, und alle die, die da rechts stehen, mag ich natürlich sowieso, aber das ist ja eh klar.

opulenz am küchentisch.


küchenstilleben, ganz auf herbst getrimmt.

tja, ich fürchte, ich habe zuviele brigitte - einrichtungstipps inhaliert: ich beginne, auf herbst getrimmte, offensichtlich leicht überladen angelegte küchenstilleben zusammenzustellen und die nächste patchworkdecke ist auch schon in planung- allerdings, um sie dann bildgleich an die wand zu hängen. vielleicht wäre ich aber auch nur gerne stylistin geworden - für alle lebenslagen, versteht sich.
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