Mittwoch, 4. Juli 2012

peppig halt, weil mir das gefällt.

rekordtemperaturen in wien - und mir bleibt nicht mehr, als auf ein unterhaltsames gespräch mit dem österreichischen model werner schreyer zu verweisen. der spielte ende der 90er in katja von garniers bandits mit, die regisseurin kommentierte werners qualitäten damals so: Einerseits ist er wunderschön, andererseits hat er so was von einem Straßenkind. wenn man sich den etwas faltiger gewordenen schreyer heute so anschaut, meint man auch 15 jahre später zu verstehen, was katja von garnier damit meinte. zuletzt hat der wiener mit louis vuitton wieder einmal einen lukrativen job an land gezogen. gleichzeitig hat er zum ausgleich auf künstler umgesattelt - und zwar als  einer, der so richtig klassisch was mit farbe und leinwand macht. vor kurzem präsentierte er im hotel le meridien in wien seine arbeiten - und der lokale boulevard freute sich über die bunten bilder des werner schreyer. was der so zu sagen hat über seine arbeiten? das  magazin wienlive hat ihn befragt und das model spricht frank und frei ... über seine kunst
wienlive: Zurück zur Kunst. Wie sehen Ihre Pläne aus? Vermutlich sind nach dem Erfolg in Wien weitere Ausstellungen geplant?                                              
Werner Schreyer: Ich werde der Malerei sicher treu bleiben. Ende September stelle ich Bilder in Berlin aus und zwar in der Privatgalerie von Klaus Wowereit, dem Bürgermeister der Stadt. 40 Werke muss ich in den nächsten zwei Monaten schaffen. Ich denke, ich mach das meiste in Schwarz (er lacht und zeigt am Iphone einige seiner Kunstwerke) und dazwischen ein paar Lackbilder in Pink oder Orange. Peppig halt, weil mir das gefällt und den Leuten ebenso.
wienlive: Ihre Werke sind teils sehr farbenfroh, teils sehr dunkel, aber immer abstrakt. Wie kam`s zu dieser Entwicklung?                                                        
Werner Schreyer: Ich habe neue Techniken gesucht. Der Letzte, der einen neuen Stil kreiert hat, war Damien Hirst mit seiner Tapestry, bei der die Wände zu Kunstwerken werden. Und ich wollte auch etwas Neues finden. Vor allem für mich selbst. Acryl- und Lackfarben, die ineinander verschwimmen, plastische Effekte usw. Wenn ich im Atelier bin, dann male ich ja nicht im klassischen Sinn, es ist vielmehr ein Schütten,ein Spachteln, Patzen ... ich lege viel Kraft hinein. Darum suche ich ja jetzt auch eine Abrisshütte, wo ich mich künstlerisch austoben kann. Großformatig arbeiten, Styropor aufpicken - einfach alles versuchen, was mir einfällt. Der Kreativität freien Lauf lassen. Das geht in meinem kleinen Atelier - eigentlich ein Kellerabteil - derzeit nicht.

wienlive: Waren Sie vor Ihrer ersten Ausstellung nervös?
Werner Schreyer: Nein, nicht wirklich. Ich hab meine Bilder eigentlich schon immer cool gefunden.
 * hier gibt es übrigens einige von werners bildern zu sehen.

Kommentare:

eulen hat gesagt…

schön, dass er nach solchen werbe-ausrutschern in der schweiz nochmal lv machen kann (das sagt natürlich wenig über seine kunst aus :-)
http://www.grandcasinobaden.ch/Unternehmen/Kommunikation/Kampagne06.php

blica hat gesagt…

... das sind ja echte fundstücke;-)

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