Sonntag, 25. Januar 2009

der einarmige lord.


raf simons, fallwinter 2009 10.

beim anschauen der raf simons-herbst/winterkollektion 2009 10 fiel mir eines ganz besonders ins auge- schliesslich ist`s ja nun wirklich nicht zu übersehen: herr simons experimentierte mit dem sogenannten raglanärmel herum, herausgekommen sind dabei graue, weiße, beige, pinkfarbene und blaue variabel überziehbare -ich nenne es mal- ärmelformationen. und dank wikipedia gibt`s zum raglanärmel, der in letzter zeit auch in der damenmode immer wieder eingesetzt wurde, eine nette anekdote- aber erst einmal: was genau hat es mit dem ärmel nun auf sich?
raglanärmel haben eine ärmel-schnittform, die die schulterpartie einschließen und deren nähte schräg in die kragennaht bis zum halsansatz verlaufen.
benannt wurde diese ärmelform nach lord james henry raglan(1788–1855), der in der schlacht von waterloo einen arm verloren hatte und aus diesem grund einen mantel trug, bei dem die ärmel nicht an den schultern angesetzt, sondern schräg an der kragennaht befestigt waren, was ihm mit nur einem arm das anziehen des mantels erleichterte.


der einarmige lord henry james raglan, 1855. portrait: roger fenton.


auch hier unübersehbar, der raglan:yves saint laurent, fall winter 2008 09.

1 Kommentar:

daniel_k hat gesagt…

... wer in japan gut verkaufen will, lässt ja lieber die finger von raglan. allzu schmalschultrigen wesen steht der nämlich gar nicht so toll. allerdings dürfte ysl andere sorgen haben ;)

Blog-Archiv

UA-36378747-1