na, das waren noch zeiten, als da, wo helmut lang draufstand, auch noch helmut lang drin war: geknotete und geflochtene würschtel, die effektvoll ans jerseyleiberl drapiert werden, scheinen sich mittlerweile als bewährter kunstgriff in (wiens) modeateliers durchgesetzt zu haben und auch asymmetrisch umgehängtes gekette gibts mittlerweile in jeder h&m-accessoire-ecke zu schleuderpreisen zu haben. nichtsdestotrotz ist natürlich nicht alles schlecht, was 2005 noch gut war. und davon abgesehen habe ich mir eben die neueste, von nicole and michael colovos verantwortete helmut lang-kollektion angeschaut und habe einige sehr, sehr hübsche jeansteile entdeckt.
Freitag, 11. September 2009
wiener würschtel.
na, das waren noch zeiten, als da, wo helmut lang draufstand, auch noch helmut lang drin war: geknotete und geflochtene würschtel, die effektvoll ans jerseyleiberl drapiert werden, scheinen sich mittlerweile als bewährter kunstgriff in (wiens) modeateliers durchgesetzt zu haben und auch asymmetrisch umgehängtes gekette gibts mittlerweile in jeder h&m-accessoire-ecke zu schleuderpreisen zu haben. nichtsdestotrotz ist natürlich nicht alles schlecht, was 2005 noch gut war. und davon abgesehen habe ich mir eben die neueste, von nicole and michael colovos verantwortete helmut lang-kollektion angeschaut und habe einige sehr, sehr hübsche jeansteile entdeckt.
lesestoff.
unbedingt lesenswert: das interview mit wally salner und johannes schweiger von __fabrics interseason zu ihren plänen hinsichtlich ihrer künstlerischen leitung des modebakkalauretas der kunstuniversität linz/ hetzendorf.
fanclubaktivitäten.

christopher kane für topshop/ september 2009. (meine skizze nach bildvorlage)
am besten bestreite ich hier gleich mal alles: ich bin keine topshop-abgesandte und auch sonst habe ich mit der britischen textilkette ganz modebloggerinnenuntypisch wenig am hut. und eigentlich lässt mich diese ganze pr-maschinerie, die hier schon im -ich glaube- juni zugunsten der neuesten christopher kane-designt-für-topshop-kampagne angeworfen wurde, relativ kalt. wenn da nicht dieser nette vernietete seesack wäre. natürlich, nieten haben ihr saisonales verfallsdatum längst überschritten und auch wenn ich mittlerweile wirklich genervt bin von den silbernen knöpfen und ösen, die horror-vacui-gleich auf alles was weder niet- noch nagelfest ist, aufgetackert werden, würde ich das gute teil zumindest so, wie ich es in schön ausgeleuchteter kampagnenfoto-qualität gesichtet habe, an mich reissen. denn eines muss ich dann doch zugeben: ich bin ein ganz klein wenig fan - nein, nicht von topshop, sondern von christopher kane. dessen sommerkollektion 2007, die ist mir nämlich noch immer im kopf. und das will ja bekanntlich was heissen im schnellebigen modebusiness. so, und das war jetzt trotz angestrengten herumwindens wahrscheinlich doch ein werbeposting - aber echte fans lassen sich halt einfach manchmal zu irrationalen handlungen hinreissen.
Mittwoch, 9. September 2009
fuuuun times für modebloggerInnen.

modebloggerinnen einmal aufgefädelt von links nach rechts: brooke, lucretia,rebecca,tavi, arabelle von mir skizziert nach einem foto/ faboo.
die welt stand das letzte wochenende mal eben kopf für einige us-amerikanischen bloggerinnen: weardrobe lud 19 modebloggerinnen vier tage lang zum konferieren nach new york ein. was konferieren in diesem kontext heisst? new york city sight seeing, blogging workshops, photography tutorials, shopping and collaborating beschreibt the weardrobe das programm - und das alles mit kräftiger unterstützung diverser sponsoren. bei durchsicht der entsprechend üppig ausgefallenen fotodokumentation sieht das ganze aus wie eine shopping-exkursion mit kleinen ausflügen ins do-it-yourself-fach. oder um es in den worten einer der teilnehmerinnen auszudrücken: fuuuun times: sieht so also die zukunft des modebloggens aus?
Dienstag, 8. September 2009
ohne worte.
das waren mal: ein grau-brauner burberry-mantel und ein braunes max mara-kostüm...auch auf die gefahr, die besucherInnen meiner seite zu fadisieren: zur zeit scheinen mir die worte zu fehlen.
Montag, 7. September 2009
spieltrieb.

collage 09/09.
hier ist`s gerade ein wenig chaotisch, ich spiele gerade mit null-html-kenntnissen an meinem blog rum...
Sonntag, 6. September 2009
maria im kostüm.



maria lassnig, maria lassnig kantate, 1992. (bilder)
na, wenn das mal nicht kostüm-inszenierung as its best ist: maria lassnig in ihrem 1992 entstandenen film maria lassnig kantate - in dem sie ihre jeweiligen lebensabschnitte bebildert - und das eben auch mit dem entsprechenden kostüm, denn anders kann beispielsweise die oben abgebildete waghalsige federboa-kombination nicht bezeichnet werden. wie ich gerade ausgerechnet auf maria lassnig komme und nicht zu der viel bekannteren cindy sherman greife? ganz profan: eben ein interview zum 90. geburtstag der erst in den letzten jahren wiederentdeckten österreicherischen künstlerin gehört, deren unprätentiosität mich gerade stark beeindruckt hat. den wunderbaren film gibts übrigens hier zu sehen.
Samstag, 5. September 2009
24 stunden berlin.

24 stunden berlin. (bild)
inszenierte realität die zweite: bei superlativen werde ich ja immer ein wenig misstrauisch. nichtsdestotrotz werde ich in einigen stunden im laufe des samstags irgendwann mal reinschalten auf arte, um die längste tv-produktion in der geschichte des fernsehens zu sichten: 24 stunden berlin wirds da zu sehen geben, und das aus den unterschiedlichsten perspektiven.
Freitag, 4. September 2009
grace, eiskalt.

grace coddington. (bild)
nach langem mal wieder die website des h&m-ablegers cos inspiziert (schliesslich hoffe ich ja noch immer auf eine filiale in wien) und -siehe da- mir scheint etwas entgangen zu sein: zwar bin ich, was eine mögliche expansion des unternehmens nach österreich angeht, kein bisschen schlauer geworden, doch immerhin: die website wurde neu überarbeitet und aus der leblosen bildablage wurde eine durchaus lesenswerte seite. aber nun genug der pr, neben aktuellen kollektionsbildern gibts da nämlich ein "magazin", das meiner vermutung nach nicht nur online zu lesen, sondern auch offline in eben jedem cos-store erhältlich sein wird. doch um zum punkt zu kommen: wer interessiert ist an einer vor- oder nachbereitung für und von the september issue, dem sei das ausführliche interview mit grace coddington unter anderem zum ablauf der dreharbeiten ans herz gelegt. und auch ganz allgemein gibt die britin durchaus symphathische statements über den ihr verhassten celebrity-kult ab: it’s this whole era of celebrity. everybody is a celebrity. so all the backstage people now have come front of stage. and then there’s the gullible public, who just want a little bit of whatever about anyone. their appetite is insatiable. it’s really extraordinary.(...) but that’s how it is these days, everybody wants to see everything. before every movie you see behind the scenes of the movie. and you’re not seeing reality, you’re seeing a faked reality. it’s ridiculous. get back to reality. everybody go home and we can have a few less magazines and less of all this trash. und das, was die insiderin so von sich gibt, kann ich als aussenstehende einfach nur ganz fett unterstreichen.
Mittwoch, 2. September 2009
kunst am kleiderhaken.



simon foxton, protest jacket, 1987, zur zeit erhältlich im showstudio-shop für £ 10,000.
tja, irgendwie ist das schon komisch: mode lebt bekanntermaßen von flüchtigkeit und vergänglichkeit, will heissen: trends kommen und trends gehen. und das immer schneller. wenn also momentan viele und immer mehr modisch versierte menschen auf niete und auf schulterpolster setzen, entsteht eben schnell ein überdruß-gefühl, denn: das individuum der westlichen hemisphäre strebt nach individualität und das, was alle machen, will ja dann doch niemand - aber so richtig draussen trotz allen distinktionsbedürfnisses auch nicht. also schnell die alte klamotte mit dem überfällig gewordenen schnitt loswerden oder ganz hinten in die allerletzte schrankecke drücken. das kleidungsstück verliert rapide an wert und glamour und das, was vor einem jahr noch 100 euro wert schien, wird möglichst schnell auf ebay oder dem blogeigenen online-flohmarkt verschachert. dann scheint es aber noch eine andere kategorie an kleidungssücken zu geben, nämlich die, die für designwürdig erklärt werden und dann sowas wie den kunststempel bekommen. heisst: dieses stück stoff ist mehr wert, trendresistent und noch besser: ein unikat! wow, denn dies ist überhaupt das beste, was einem stück stoff passieren kann. eben geschieht dies im showstudio-shop, wo das immerhin 22 jahre alte protest jacket von simon foxton zum artefakt erklärt wird und sowas wie seine museale weihe erfährt: £ 10,000, nicht schlecht. wer also ein historisch relevantes kleidungsstück, das ja immerhin 1988 teil der "8 for 88"-strecke in der i:D war, erwerben will, nur zu. aber dann bloss nicht irgendwann in die schrankecke drücken, vielleicht besser gleich an die wand nageln.
Dienstag, 1. September 2009
anna, lauwarm.
zurück in new york- wenn das mal nicht die geeignete kulisse für einen besuch des medial extrem gehypten "the devil wears prada"-konter der us-vogue-chefredakteurin anna wintour war: und tatsächlich, das sunshine in new yorks lower east ist am tag drei nach offiziellem us-kinostart der dokumentation the september issue besetzt bis auf den letzten platz. nicht nur junge hipster, sondern irgendwie alle scheinen erwartungsvoll hinter ihren popkorntüten zu sitzen. was folgt, ist ein solides stück unterhaltung, das die rechnung anna wintours, ihr "eiskaltes image" für einen scheinbaren blick hinter die kulissen der amerikanischen vogue zu werfen, zu nutzen, aufgehen lässt. wer will schliesslich nicht mal eben die vogue-büros am times square betreten haben und anna und grace, die ansonsten vor allem als frontrow-abonnentinnen der grossen modeshows in erscheinung treten, in augenhöhe begegnet zu sein?
die war doch gar nicht so schlimm, die macht doch nur ihren job, war denn auch das erste kommentar meines moderesistenten freundes noch während des laufenden abspannes. und ja, da muss ich ihm recht geben: das beste, was wir zu sehen bekommen, sind wohldosierte sticheleien zwischen den beiden weiblichen platzhirschen am set, anna wintour, der chefredakteurin, und grace coddington, der kreativdirektorin. diese dosen sind allerdings eher als homöopathisch zu bezeichnen: frau wintour, die sämtliche, teilweise auch bereits recht abgegriffene vogue-ausgaben in ihrer adretten wohnung in greenwich village zusammen mit ihrer adretten tochter bee shaffer, die partout nicht in mamas modische fussstapfen treten will, wie andere ihre privaten fotoalben hortet, lässt die kamera zwar in nahaufnahme an sich ran, wahrt jedoch durchgehend distanz. zwar gibt es kleine informationshäppchen über die familie, also vater, journalist bei „the evening standard“ und die anderweitig beruflich erfolgreichen geschwister, aber das wars dann auch schon. so wäre denn ohne grace coddington, die sich - mit roter mähne und fast durchgängig schwarz gewandet - immer wieder ironische bemerkungen über "anna" mit ihrer vorliebe für celebrities und pelz, erlaubt, leider auch verdammt langweilig. obwohl es angeblich sie war, die sich im gegensatz zu frau wintour monatelang sträubte, an diesem filmprojekt teilzunehmen. und obwohl regisseur r.j. cutler innerhalb von acht monaten in den kulissen der vogue 300 stunden filmmaterial beisammen hatte und obwohl das endprodukt nicht von anna wintour autorisiert worden sein soll, liefert der film keinerlei tiefgehendere einblicke. doch was sollte man sich auch erwarten? dass da redaktionsalltag wiedergegeben wird? viel zu unspannend. dass da vogue-geächtete vom leder lassen? mitnichten. dass da ökonomische zusammenhänge offengelegt werden? auch nicht. dass da die eiskalte chefredakteurin über mitarbeiterInnen und designerInnen hinwegfegt? nicht wirklich. nichtsdestotrotz ist zumindest in ansätzen die einflussreiche position wintours erahnbar, wenn sie - übrigens gerne in herrara-blumenkleidern und twinset-jaeckchen durch die büroräume stöckelnd - beispielsweise über stefano pilati`s eilfertige präsentation von vornehmlich schwarzen/ grauen kollektionsteilen gelangweilt die augen verdreht und ihrem ruf gerecht farbe einfordert. da werden also grosse designer plötzlich zu allzusehr bemühten interessenvertretern ihrer marke, die von vogue nicht links liegen gelassen werden wollen. eine frau jedoch hat mich wirklich überrascht: grace coddington. die scheint die einzige zu sein, die sich - allerdings im entsprechenden rahmen - ein wenig widerstand leisten kann. und: diese dame scheint aus fleisch und blut und bleibt mir in erinnerung - denn perfektion kann ja so langweilig sein. so habe ich die aktuelle september issue der us-vogue vor allem ihr zuliebe zur fluglektüre auserkoren: die von coddington verantwortete modestrecke "into the woods" mit natalia vodianova finde ich zwar eher blöd, aber immerhin: ich habe sie gekauft- und das ist für die vogue in zeiten wie diesen sicher nicht unwichtig. also: pr-kampagne september-issue erfolgreich, selbst bei einem recht hartnäckigen fall wie meinereiner.
Freitag, 28. August 2009
endlich: montréal-bilder.

mal wieder eine stadtansicht am wasser: montréal`s vieux port - um dieses foto zu schiessen, wurde ein ausgiebiger fußmarsch in kauf genommen: unüblich, da alle, aber auch alle mit dem auto unterwegs sind.

und nochmal aus der umgekehrten perspektive: blick auf im hafen liegende schiffe.

der gute mann verfolgt mich schon auf der ganzen reise: arbeit von franz west, hier als teil der sammlung des ansonsten wenig spektakulären musée d`art contemporain montréal - auch am central park new york gibts grade eine outdoor-plastik des österreichischen künstlers zu sehen.

die expo `67 fand ja bekanntermaßen in montréal statt: hier eines der "relikte": die habitat `67 - wohnsiedlung...

...bestehend aus hunderten beton-kuben.

zwischendurch als samstägliche belohnung: beaked beans, kartoffeln und weissbrot (das brot stellt nach wie vor ein problem für mich dar...) in der binerie mont-royal- zufällig gefunden und unbedingt weiterzuempfehlen.

auch dies sei als charmante und günstige übernachtung weiterempfohlen: die pension des casa del popolo- wo die konzerte direkt eine haustür weiter stattfinden. (meine internetprobleme vergesse ich darüber einfach mal)
in eigener sache II.
ja, mich gibts noch. aber irgendwie internet-technisch gerade kein glueck. deshalb momentan lueckenhafte berichterstattung.
Mittwoch, 26. August 2009
antiquitäten-wahnsinn.

wenn auch dieses bild in maine gemacht wurde: besonders in connecticut hat man eine besondere affinität zu antiquitäten aller couleur.
ich kann sie nicht mehr zählen, die antiquitätenshops am strassenrand: besonders auffällig im weiteren einzugsgebiet von new york, wo sich die new yorker für ihre feriensitze ihren landhaus-chic zusammenkaufen. - in montréal, wo ich gestern wohlbehalten angekommen bin, scheint es übrigens eine ähnlich ausgeprägte affinität fürs schäbig-schicke zu geben- davon die nächsten tage mehr.
Montag, 24. August 2009
in eigener sache...
es kam, wie es kommen musste: irgendwann kommt man nicht mehr so leicht ins netz wie eben gewohnt. deshalb kurze vorwarnung: es koennte etwas ruhiger werden die naechsten tage - ab 26. in montreal duerfte es allerdings keine technischen einschraenkungen mehr geben. und ab anfang september geht alles von wien wieder seinen gewohnten gang - ohne urlaubspostings, versprochen.
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