Donnerstag, 30. Mai 2013

schulterfrei.

chanel_resort 2014, freigelegte schultern von cara delevingne, gesehen auf style.com.

ich weiß nicht, wer die urlaubskollektion von chanel (die natürlich viel mehr sein will als das) noch vor augen hat, denn die präsentation ist ja schon eine weile her. vor fast drei wochen, was heute in der mode eine halbe ewigkeit ist, wurde sie in singapur bei flirrend heißen temperaturen in einer ehemaligen kaserne der britischen armee vorgeführt. mit dabei natürlich everybody`s (und insbesondere karls) darling cara delevingne, die hier nicht nur stoffliches, sondern auch bauch und schultern vorführte. damit gab sie den ton für eine handvoll der looks vor: riesige, über die schultern gerutschte v-ausschnitte, die zwar nicht so lässig wie die heruntergenestelten jäckchen bei miuccia prada rüberkamen, zumindest mich aber irgendwie daran erinnern ließen. denn ach wie gut, dass heute nicht mehr kleiderordnungen gelten, die uns frauen den spaß verderben. im 15. jahrhundert war die sache mit dem dekolleté nämlich strikt reglementiert. wie zum beispiel in nürnberg: Aus Gründen der Schicklichkeit soll keine in dieser Stadt wohnende Frau ein Kleid tragen, das vorne tiefer als zwei quergelegte Finger unter dem Knörplein (Halsknorpel) ausgeschnitten ist, während es rückwärts um eine Viertelelle gesenkt sein darf.* wie gut, dass ich mich heute freiwillig gegen karl lagerfelds vorschläge entscheiden kann. es gibt ja zum glück auch noch andere ideen, den sommer modisch zu überleben.


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