Montag, 24. November 2008

spitze allüberall.


prada, aw 2008. (bilder: style.com)

ätzspitzen, auch guipure genannt, kamen um 1880 in mode und waren eine erfindung der schweizer spitzenindustrie. sie werden so genannt, da auf den untergrund gestickt wird und dieser dann in einem säurebad fortgeätzt wird und somit nur die spitze übrigbleibt (oft wurde mit baumwolle auf seide gestickt und die seide im chlorbad weggeätzt). ätzspitze sollte zunächst die aufwendige und teure irische häkelei nachahmen und entwickelte sich dann auch schnell in eine beliebte, nachgefragte und erschwingliche spitze in einer heute kaum vorstellbaren vielfalt an Mustern.


prada, aw 2008.

ein halbes jahr nach präsentation der über und über mit spitze besetzten herbst/winter-kollektion von prada lässt sich resümierend feststellen: die spitze hat sich tatsächlich durchgesetzt- bereits seit dem frühjahr vieldikutiert unter modebloggerInnen, wurde die kostspielige originalversion von prada in günstigeren und weniger aufwendigen spielarten auf den markt gebracht und ist mittlerweile seit einiger zeit käuflich zu erwerben bei h&m, zara und anderen herstellern. miuccia prada hingegen liess im januar diesen jahres 700 meter guipere-spitze in der st.gallener stickerei forster rohner für ihr defilée im februar in auftrag geben. ein überaus interessantes interview gab der kreativ -chef des unternehmens aus st. gallen bereits im august dem schweizer tagblatt.

Kommentare:

Jessie hat gesagt…

Schöner Eintrag. Nun bin ich ein wenig schlauer :)

blica hat gesagt…

danke danke..

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