Donnerstag, 27. Juni 2013

das wärs!


typveränderung, die erste: lange krallen und wahlweise plateauabsatz oder kitten heels. hach, so will ich aussehen!

Montag, 17. Juni 2013

leseleiste: warum modeblogs nicht doof sind.

modeblogs sind doof, die inhalte flach und ihre macherInnen käuflich. die großen debatten um die zukunft der modeblogs sind innerhalb der modeblogszenerie weitestgehend ermattet, der diskussionsbedarf poppt dafür an anderen stellen auf. und ich? finde doch erstaunlich, warum von den bloggerInnen inhalte für lau erwartet werden, die ein gros der publikationen, in denen mode stattfindet, selbst nicht imstande ist, einzulösen. was roland schweins aktuell zu sagen hat, ist hier nachzulesen.  

warum modeblogs gar nicht doof sind? weil es natürlich auch reflektierte bloggerInnen gibt, die immer mal wieder darüber nachdenken, was sie da tun. nike und sarah zum beispiel.  

warum modeblogs außerdem nicht doof sind? weil bloggerInnen nahbar und online tatsächlich zu gesprächspartnerInnen werden können. muss man aus der heimatstadt münchen in die weite welt hinaus? - fragt zum beispiel milena.

warum modeblogs echt nicht doof sind? weil modebloggerInnen ganz schön unterschiedlich sind und noch viel mehr und anderes auf den weg bringen als bloggen. zum beispiel ausstellungen kuratieren wie mahret oder modesendungen mit entwickeln und moderieren wie jessie oder alljährlich ein fashion camp auf die beine stellen wie eine gruppe österreichischer bloggerinnen.

noch immer nicht überzeugt, dass modebloggerInnen alles andere als doof sind? sie sind bei allem narzissmus ziemlich einfallsreich und smart. beispiele gefällig? horst und  fabian und claire  und sophia und jakob/david - die sehen alle ziemlich gut aus und verharren nicht in den ewig gleichen posen.

so, jetzt aber: es gibt tatsächlich bloggerInnen, die auch print "können" oder sogar genau da herkommen. julia zum beispiel oder auch marlene. und dass das jetzt noch längst nicht profilierten bloggerInnen im deutschsprachigen raum waren, versteht sich von selbst. manchmal reicht die zeit einfach nicht für zu ende gedachte postings, weil die andere arbeit ruft.
 

Sonntag, 16. Juni 2013

das märchen von der guten alten handwerkskunst.

ein gros der luxusgüterindustrie ist von einer börsennotierten französischen aktiengesellschaft besetzt ... die ganze? nein! ein unbeugsames familienunternehmen hört nicht auf, dem eindringling widerstand zu leisten. anders gesagt: dass hermès sich gegen eine vollkommene übernahme durch lvmh wehrt, ist seit einigen jahren ein offenes geheimnis. lvmh hatte nämlich ende 2010 mit hilfe von investmentbanken einen fuß ins unternehmen gesetzt. umso interessanter die schlacht der kontrahenten um die werbestrategien. und die setzt auf das bewahren der handwerkskunst. hermès contemporary artisan nannte hermès 2011 seine kampagne. und wie sollte es anders sein? lvmh erdachte sich im selben jahr das konzept les journées particulières und öffnete 100.000 interessierten (gemäß eigenen angaben) tor und tür. das passiert an diesem wochenende nun zum zweiten mal, von paris bis granaiolo werden bei dior, pucci oder moët & chandon die ateliers und keller der luxusmarken der öffentlichkeit zugänglich gemacht. diese marketingoffensive produziert natürlich wunderbar behagliches bildmaterial, der subtext: hier ist die welt noch in ordnung, hier werden träume wahr.  dass da hermès auch aktuell nicht hintenanstehen kann, ist klar. das hermès festival des métiers ist in den letzten wochen von der londoner saatchi gallery bis nach düsseldorf gewandert. und nein, es geht nicht darum, seiden-carées zu verkaufen, stattdessen im gepäck: zehn kunsthanderker, die vorführen, wie tücher bedruckt oder taschen gefertigt werden. nebenbei schläft auch die konkurrenz von kering (ehemals ppr) nicht: gucci tourt mit seinem artisan corner bereits seit 2009 durch die geschäfte - seit einem monat darf man nun sogar beim schuhe-machen zuschauen. wir erahnen: so betulich, wie die bilder von der guten alten handwerkskunst daherkommen, geht es hinter den kulissen selbstverständlich nicht zu.

Dienstag, 11. Juni 2013

kleine leseleiste.

der_rondo_modepreis ging dieses jahr an ein absolventenduo: markus binder und emil beindl.



heute morgen verschickte h&m eine pressemitteilung, die für furore sorgte: isabel marant, die designerin, die gerade den look für die um distinktion bemühte großstadtgöre am allerbesten hinbekommt, wird im november diesen jahres die neueste kooperationspartnerin des konzerns. und statt großer geheimniskrämerei (wie in den kampagnen mit lanvin und margiela) gibt es jetzt sogar schon ein simples video, in dem marant im, na klar, marant-outfit (geschnürte lederhose und locker fallendem sweater) erklärt, sie fühle sich geehrt, mit h&m zusammenzuarbeiten. ein cleverer schachzug, nachdem sich h&m in der letzten saison einfach so schon sehr verdächtig hat anregen lassen vom design der französin. 

so also sieht eine professionelle liebeserklärung des monsieur scott schuman an seine garance aus: ist sie nicht süüüß in ihren neuen céline-sandalen? wie gut, dass mein moderesistenter freund keine ahnung von sowas hat.

jakob von den dandy jungs meint, dass die prada-herbstkampagne mit christoph waltz ein wenig langweilig, weil erwartbar sei. ich hingegen reihe mich in die langweilige, weil erwartbare, anhängerInnenschaft des gebürtigen wieners ein und finde sie wie wahrscheinlich alle österreicherInnen super. waltz wird hier nämlich spätestens seit oscar nummer zwei geliebt. und zum dank stellte der stellte vor wenigen monaten gegenüber der amerikanischen presse klarIch bin nicht Deutscher, ich bin Österreicher. Und wir Österreicher haben einen wunderbaren Sinn für Humor. Die Deutschen nicht so. ähem ja, mein wort zum dienstag quasi.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Dienstag, 4. Juni 2013

leseleiste.

the place to be heute abend in wien: die ewigen jungs von gelatin und eine menge helfer graben im 21er haus ein loch in einen styroporblock.  und wer es heute abend nicht dahin schafft, der kann ab morgen und noch bis sonntag von 14 bis 20 uhr beim graben und buddeln zuschauen.

wetten, dass uns dieses zitat in den nächsten tagen noch öfter begegnen wird? kommt ja nicht allzu oft vor, dass miuccia prada öffentlich statements abgibt. andrew o`hagan erklärte sie nun noch einmal die relevanz des hässlichen: “The investigation of ugliness is, to me, more interesting than the bourgeois idea of beauty. And why? Because ugly is human. It touches the bad and the dirty side of people. You know, this might have been a scandal in fashion but in other fields of art it is common: in painting and in movies, it was so common to see ugliness. But, yes, it was not used in fashion and I was very much criticized for inventing the trashy and the ugly. ” 

übermorgen ist es wieder einmal soweit: die modeklasse zeigt unter bernhard willhelm, was der mode-nachwuchs hier so drauf hat. für alle, die nicht mit dabei sind in der  anker expedithalle, gibt es auf blica wie bereits in den letzten jahren einen livestream anzuschauen. 

ab morgen ist das neue fräulein magazin mit einem mutter/tochter-doppelcover im handel: jane birkin ziert das eine, ihre tochter lou doillon das andere. während lou doillon momentan in den interviews davon erzählt, über die musik zu sich selbst gefunden zu haben, darf mit spannung erwartet werden, was ihre frau mama zu verkünden hat.

dieses buch wird wohl bald zu d e n buchempfehlungen der saison gehören: raf simons bei taschen löst damit auf den blogs demnächst grace coddingtons orange-rot eingeschlagene memoiren als liebstes bloggerInnen-accessoire ab. 

Samstag, 1. Juni 2013

postkarte nach venedig.

yasmin_le_bon in einer weißen levi`s, türmchen aus parfumflakon und kissen, das neu eröffnete (luxus)hotel gritti palace in venedig und half moon shine, simryn gills arbeit im australischen pavillon, aus: vogue deutsch, juni 2013.

venedig lässt mich noch immer nicht los. ist ja auch kein wunder: alle schreiben drüber, sogar die bunten blätter schaffen es, ein fitzelchen biennale irgendwo zu platzieren (die meisten stürzen sich wie die verrückten der einfachheit halber auf marc quinns portrait der schwangeren lara stone). und auch ich mache es mir einfach und schaue nochmal nach, was bei anna dello abgeht. die dokumentiert nämlich brav mit bildmaterial von prada die eröffnung von when attitudes become form, zu der sich so ziemlich alle dicken fische der kunstwelt ein stelldichein gaben. highlight hier: miuccia prada am telefon von walter de maria. dessen telefon steht auf dem (gemäß dem der ausstellung in der kunsthalle bern 1969) rekonstruierten holzfußboden, vor ihm eine anweisung an die besucherInnen: If the telephone rings, you may answer it. Walter de Maria is on the line and would like to talk to you. doch bevor ich mich weiter ärgere, noch nicht da gewesen zu sein, weise ich noch eben auf das internetkaufhaus yoox hin, das im venedig-rummel mit großem tamtam die arbeiten von zehn italienischen nachwuchskünstlerInnen sichtbar macht. selbstverständlich sind diese arbeiten exklusiv auf yoox.com erhältlich. ob das wohl ein zufall ist, dass  die bunten bildchen in pastell, die sich so wunderbar über dem sofa machen würden, als erstes weggingen?      

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